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Wie sehen Bibliothekare ihre eigene Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus? – Herzogin Anna Amalia Bibliothek lädt zum Vortrag ein

Am Freitag, 10. Mai 2013, dem 80. Jahrestag der Bücherverbrennung, befasst sich Dr. Michael Knoche um 18 Uhr mit der Einstellung von Bibliothekaren zu ihrer eigenen Vergangenheit im Nationalsozialismus.

Der Zweite Weltkrieg hatte auch auf das wissenschaftliche Bibliothekswesen verheerende Auswirkungen: Die Bibliotheken halb Europas wurden zerstört, Bestände verlagert, jüdische Bibliothekare aus dem Dienst entfernt, deportiert, ermordet, andere wurden eingezogen und sind gefallen. Nur ein Drittel der Bibliothekare in Deutschland haben die Zäsur überstanden und besetzten nach dem Krieg die gleichen Stellen wie zuvor – ein beispielloser Kontinuitätsbruch. Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, wie Bibliothekare ihre eigene Rolle angesichts dieser Katastrophe in der Zeit des Nationalsozialismus sehen. Empfinden sie eine Mitverantwortung? Wird Selbstkritik artikuliert? Erleben sie die aktuelle Situation als Chance und Befreiung? Sind sie bereit, sich für einen demokratischen Staat einzusetzen?

Dr. Michael Knoche ist seit 1991 Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Seine wissenschaftlichen Arbeitsschwerpunkte liegen in der Bibliothekswissenschaft sowie der Literatur- und Buchgeschichte.

Veranstaltungsdaten
»›Es ist doch einfach grotesk, dass wir für die Katastrophe mitverantwortlich gemacht werden‹. Die Einstellung von Bibliothekaren zu ihrer eigenen Vergangenheit im Nationalsozialismus«
Vortrag von Dr. Michael Knoche, Weimar
Freitag, 10. Mai 2013 | 18 Uhr
Herzogin Anna Amalia Bibliothek | Studienzentrum
Platz der Demokratie 1 | 99423 Weimar

Der Eintritt ist frei.

Kontakt
Direktion Herzogin Anna Amalia Bibliothek
Platz der Demokratie 1 | 99423 Weimar
Tel +49 (0)3643 | 545-200 || Fax +49 (0)3643 | 545-220
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