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Wiederaufbau der Herzogin Anna Amalia Bibliothek bis 2007

Der Wiederaufbau der nach der Brandkatastrophe vom 2. September schwer beschädigten Herzogin Anna Amalia Bibliothek wird im Sommer 2005 beginnen. Darauf hat sich der Stiftungsrat der Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen am Mittwoch in Weimar verständigt. Das am 2. September unterbrochene Vorplanungsverfahren soll umgehend wieder aufgenommen werden. Das Sanierungskonzept schließt eine künftige museale Nutzung ein. Ziel ist es, die Bibliothek mit ihrem einzigartigen Rokokosaal im Jahr des 200. Todestages von Anna Amalia 2007 wiederzueröffnen. Bereits zum Geburtstag der Herzogin am 24. Oktober kommenden Jahres will die Stiftung Richtfest feiern. Die für den 4. Februar 2005 geplante Eröffnung des Erweiterungsbaus der Bibliothek soll trotz der Verzögerungen der letzten Wochen termingemäß stattfinden.
Für die Sanierung des Bibliotheksgebäudes haben Bund und Land– vorbehaltlich der Haushaltsverhandlungen – im Zeitraum 2005 bis 2007 insgesamt je 3,5 Millionen Euro zugesagt. Weitere 1,4 Millionen Euro wird die Allianz-Kulturstiftung speziell für die Wiederherstellung des Rokokosaals zur Verfügung stellen. Für die Restaurierung der bei dem Brand durch Feuer und Löschwasser beschädigten 62 000 Bücher der Bibliothek, die sich derzeit noch zur Gefriertrocknung im Zentrum für Bucherhaltung in Leipzig befinden, wird die Stiftung ein umfassendes Konzept erarbeiten. Die Kosten für die Restaurierung bzw. Wiederbeschaffung von Beständen werden derzeit auf mehr als 60 Millionen Euro geschätzt.
In Auswertung des im Juli dieses Jahres veröffentlichten Gutachtens des Wissenschaftsrates zur Arbeit der Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsamm-lungen folgt der Stiftungsrat den entsprechenden Empfehlungen. Er beruft eine Kommission unter Leitung des Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Klaus-Dieter Lehmann, die beauftragt ist, bis zum Sommer 2005 ein Gutachten für die zukünftige inhaltliche und organisatorische Ausrichtung der Stiftung zu erarbeiten. Der Kommission werden die Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts/Frankfurter Goethe-Museum Anne Bohnenkamp-Renken, der Generaldirektor der Sächsischen Landesbibliothek Dresden Thomas Bürger, der Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg Hartmut Dorgerloh, die Direktorin der Bibliotheca Hertziana Sybille Ebert-Schifferer, der Literaturwissenschaftler Ernst Osterkamp (Berlin), der Generalsekretär des Münchner Goethe-Instituts Andreas Schlüter sowie der Direktor der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen Armin Zweite angehören.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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