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Zwei Schenkungen lassen Weimarer Bauhaus-Sammlung wachsen

Mit zwei umfangreichen Schenkungen zum Werk von Vincent Weber
(1902 bis 1990) wird die Weimarer Sammlung zu diesem Bauhaus-Künstler zur zweitgrößten nach der des Bauhaus-Archivs in Berlin. Beide Schenkungen im Wert von ca. 130 000 Euro stammen aus Privatbesitz. Sie werden an diesem Wochenende zur Finissage der dem Künstler gewidmeten Werkschau im Bauhaus Museum an die Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen übergeben.
Ein bisher unveröffentlichtes Konvolut gibt eine ehemalige Studentin Webers, Rosemarie Baldermann, als unmittelbare Reaktion auf die Ausstellung nach Weimar. Es enthält neben zwei Aquarellen und einer Handzeichnung u.a. ein 36seitiges Heft mit Collagen Webers, die dieser seiner Studentin 1939 in Stettin zum 18. Geburtstag schenkte. Heute stellt es ein bisher fehlendes Bindeglied im Collagewerk des Künstlers dar. Aufschlußreich ist auch ein Studienheft Baldermanns zur Gestaltungslehre Webers, in dem die Kurse am Weimarer Bauhaus bei Johannes Itten, Paul Klee und Wassily Kandinsky verarbeitet wurden.
Die zweite Schenkung umfaßt eine von Gerhard Marcks um 1923 geschaffene Porträtbüste von Vincent Weber sowie 28 Arbeiten Webers aus allen Schaffensperioden von 1920 bis 1987. Dazu gehören die äußerst seltenen frühen Metallarbeiten, sein Selbstporträt von 1922, Glasfensterentwürfe aus den 1930er Jahren sowie spätere farbintensive Collagen.
Die Ausstellung »Zauberteppich« im Weimarer Bauhaus-Museum dokumentierte seit 16. November mit ca. 170 Arbeiten den künstlerischen Lebensweg von Vincent Weber. Rund 7000 Besucher sahen diese erste umfassende Werkschau, die am 9. Februar ihre Pforten schließt.

Bitte beachten: Wegen des Abbaus der Sonderausstellung bleibt das Bauhaus-Museum vom 10. bis 13. Februar geschlossen.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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