Park an der Ilm. Ausschnitt aus dem »Grundriß von der Großherzogl.- Sächs. Residenzstadt Weimar, aufgenommen, berechnet und gezeichnet von J. V. Blaufuß«, 1818/22 © Klassik Stiftung Weimar

Aufräumarbeiten in den Parkanlagen der Klassik Stiftung Weimar schreiten voran

Do, 30. August 2018

Nach dem Unwetter am 17. August 2018 konnte die Klassik Stiftung die aus Sicherheitsgründen erforderlichen Sperrungen in ihren Parkanlagen in vielen Fällen aufheben. Die Aufräumarbeiten schreiten derweil weiter voran. Der Park an der Ilm und der Schlosspark Tiefurt sind in großen Teilen wieder zugänglich. Im Park Belvedere muss der gesamte Park südlich der oberen Lindenallee – also der gesamte Talbereich – bis auf Weiteres gesperrt bleiben. Dort sind massive Schäden an mindestens 50 Bäumen aufzuarbeiten. Die Klassik Stiftung bittet bis zum Abschluss der Aufräumarbeiten weiterhin darum, abgesperrte oder erkennbar geschädigte Bereiche zu meiden.

Die Schadenshöhe beläuft sich insgesamt auf einen Betrag im mittleren sechsstelligen Bereich. Die Kosten verteilen sich auf die Beräumung von Bäumen und Bruchholz, Gutachten zu Gehölzen und deren Standsicherheit, Neupflanzungen inkl. Vorbereitung und Pflege, Wegereparaturen, Schlammbeseitigung in Tiefurt und die Behebung baulicher Schäden (insbesondere im Bereich der Großen Grotte in Belvedere).

Im Zusammenhang mit der Häufung von Schäden durch Unwetter muss die Klassik Stiftung Weimar für ihre historischen Gärten und Parklandschaften zukünftig Strategien zur Prävention und zum Umgang mit den Folgen des Klimawandels finden. Dabei geht es unter anderem darum, neue oder gerade auch historische Wegebautechniken zu erproben oder die Bodenverhältnisse in den Gärten zu untersuchen, um beispielsweise mit geeigneten Substraten oder Mulchmethoden das pflanzenverfügbare Wasser im Boden zu halten. Gleichzeitig kartiert die Stiftung derzeit die Gehölze in einigen Parkanlagen neu und lässt sie gegebenenfalls auch von Spezialisten bestimmen. Auf diese Weise können besondere historische und botanisch wertvolle Pflanzen ermittelt und schon vor dem totalen Verlust durch einen Sturm vermehrt werden, um sowohl die genetische Ressource als auch das denkmalgeschützte Parkbild zu erhalten.