Kiosk für das Quartier Weimarer Moderne

Die Leipziger Architekten Romy Heiland und Christian Pfeifer haben mit ihrem Entwurf eines mobilen Kiosks mit Lamellenhaube den ersten Preis im bundesweit ausgeschriebenen Realisierungswettbewerb gewonnen. Der Entwurf wird bis Juni 2019 auf dem Vorplatz des Bauhaus-Museums Weimar realisiert.

Der Kiosk auf dem Vorplatz des Bauhaus-Museums Weimar dient  als touristischer Informationspunkt für das „Quartier Weimarer Moderne“,  das die Klassik Stiftung gemeinsam mit der Stadt Weimar, der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora sowie weiteren Kulturträgern und Initiativen anlässlich des Bauhaus-Jubiläums 2019 entwickelt hat. Im Rahmen des Realisierungswettbewerbs suchten die beteiligten Architekten nach einer experimentellen mobilen Architektur. Sie soll sich im städtebaulichen Kontext und insbesondere im Spannungsfeld von historischem Bestand und Museumsneubau einerseits einfügen, andererseits aber die notwendige Signalwirkung besitzen, um das Interesse der Besucher zu wecken.

Laut Jury, unter Vorsitz von Antje Osterwold (Weimar), entspricht der Gewinnerentwurf von Romy Heiland und Christian Pfeifer diesen Anforderungen an die Mobilität und Funktion des Kiosks sowie an die stadträumliche Einordnung – auch an unterschiedlichen Standorten – in hervorragender Weise. Das Konzept ist mobil, der Kiosk nach zwei Seiten ausgerichtet. Die obere Lamellenhaube mit Schriftzug kann zu Transportzwecken mechanisch abgesenkt und bei Öffnung des Kiosks wieder angehoben werden. Dabei sendet sie zugleich als Laterne ein zurückhaltendes Lichtsignal. Insbesondere der Kontrast zwischen der robusten Schutzhülle und dem feinen Inneren überzeugte das Preisgericht.

Das „Quartier Weimarer Moderne“ mit dem Bauhaus-Museum Weimar als Knotenpunkt wird historische Stätten und Erinnerungsorte der Moderne in ganz Weimar miteinander verbinden. Hier, am Standort des neuen Museums, treffen drei Zeitschichten auf historisch einmalige Weise und in einer Art Brennpunkt aufeinander: die Grün-, Kultur- und Sportachse westlich des Neubaus als „Kultur-Projekt“ der Weimarer Republik, das ab 1937 gebaute nationalsozialistische „Gauforum“, das zugleich das logistische Zentrum der europäischen Zwangsarbeit war, und die unübersehbare Antwort aus der DDR-Zeit auf dieses Gebiet, der „Lange Jakob“. Gemeinsam mit der Stadt Weimar, der weimar GmbH, dem Stadtmuseum, der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, der Bauhaus-Universität Weimar und dem Haus der Weimarer Republik entwickelt die Klassik Stiftung daher ein lebendiges Museumsquartier, das den Bogen vom ausgehenden 19. Jahrhundert über die ambivalente Historie der Moderne bis zur Gegenwart spannt.

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