Römisches Haus, Decke im Blauen Salon © Klassik Stiftung Weimar

Managementplan zum UNESCO-Welterbe »Klassisches Weimar«

Einen UNESCO-Managementplan entsprechend der »Operational Guidelines for the Implementation of the World Heritage Convention« aufzustellen, war 1998, zur Aufnahme des Ensembles »Klassisches Weimar« in die Liste des Erbes der Welt, noch nicht vorgeschrieben.

Seit 2007 gehört er jedoch zum festen Bestandteil des Antragsverfahrens. Alle bereits erklärten UNESCO-Welterbestätten sind zur Ausarbeitung entsprechender Pläne in Vorbereitung der periodischen Berichterstattung gegenüber dem Welterbekomitee aufgerufen worden.

Seit 2014 liegt der Managementplan »Klassisches Weimar« der UNESCO-Welterbe-Kommission in Paris vor. Das 174-seitige Dokument stellt einen objektbezogenen Handlungsleitfaden für die nächsten zehn Jahre dar.

Vor dem Hintergrund der Evaluierung der UNESCO-Welterbestätte »Klassisches Weimar« bildet der Managementplan ein zentrales Planungsinstrument für den mittel- und langfristigen Schutz, die Nutzung, die Pflege und die erfolgreiche Weiterentwicklung des Ensembles.

Der UNESCO-Managementplan ist das Leitbild für den sorgsamen und nachhaltigen Umgang mit dem Welterbe. Mögliche Risiken werden daran gemessen analysiert und Strategien zu deren Vermeidung können so entwickelt werden.

Ein bedeutendes Ergebnis der Planung ist die Definition und die Ausweisung von Kernzonen, Pufferzonen und Sichtkorridoren in Hinblick auf den Umgebungsschutz der Welterbestätten, in einer für die Stadt Weimar und die betroffenen Gemeinden des Landkreises Weimar bindenden Form.