Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.
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Ein Vortrag von Prof. Dr. Dieter Lamping
Karl Jaspers, der meistgelesene deutsche Philosoph der Nachkriegszeit, dessen Todestag sich 2019 zum 50. Mal jährte, erhielt als Erster den Goethe-Preis der Stadt Frankfurt a. M. nach dem Zweiten Weltkrieg. Seine Rede zur Verleihung des Preises löste einen Skandal aus, weil er die Frage stellte, wieweit Goethe noch ‚unser‘ Zeitgenosse und wieweit er schon historisch geworden sei. Jaspers war ein großer Verehrer Goethes, der sich in allen seinen großen Schriften auf ihn bezogen hat, gleichwohl ihn als Menschen einer anderen Zeit verstand. Die Frage nach der Aktualität Goethes hat er in anderem Zusammenhang wenig später wieder aufgegriffen. Dabei hat er den Akzent auf die unwiederholbare „Menschlichkeit Goethes“ gelegt. Der Vortrag folgt im Wesentlichen diesen differenzierten, ebenso klaren wie konkreten Erörterungen des Philosophen.
Dieter Lamping war von 1993 bis zu seiner Emeritierung 2019 Professor für Komparatistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er hat zwei Bücher über Goethe veröffentlicht: „Die Idee der Weltliteratur. Ein Konzept Goethes und seine Karriere“ (Stuttgart 2010) und „‘Diese schöne Stadt‘. Goethe und Mainz, Mainz und Goethe“ (zusammen mit Simone Frieling, Neu-Bamberg 2. Aufl. 2014). Über Karl Jaspers publizierte er: „Karl Jaspers als philosophischer Schriftsteller. Schreiben in weltbürgerlicher Absicht“ (Stuttgart 2018).
Eintritt frei