Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

Prof. Dr. Markus Gabriel (Bonn I Philosoph, Lehrstuhl für Erkenntnistheorie, Philosophie der Neuzeit und Gegenwart) und Helmut Heit (Klassik Stiftung Weimar) moderiert von Carsten Tesch (MDR)
Am Ende des 17. Jahrhunderts entsteht in Europa die geistig mutige Bewegung der Aufklärung. Basierend auf den Prinzipien der Vernunft, Freiheit und Öffentlichkeit machte sie den Weg frei für Emanzipation, Fortschritt und Moderne. „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“ forderte Immanuel Kant. Heute steht die Aufklärung vor veränderten Bedingungen. Mit Blick auf die Gewaltgeschichte der letzten Jahrhunderte fragt man sich, ob ihr Vertrauen in die menschliche Vernunft einseitig und übertrieben war. Aktuell erfordern Subjektivismus, Fake-News, Filterblasen, Populismus und Dogmatismus ein erneuertes Verständnis von Aufklärung.
Markus Gabriel und Helmut Heit diskutieren über die Bedeutung der Aufklärung und ihre Erneuerung in unserer Zeit: Hat die Aufklärung eine Zukunft, oder ist sie am Ende? Wie geht es mit der unabschließbaren Aufgabe der Aufklärung weiter? Können die Werte der Aufklärung helfen, die Herausforderungen der Gegenwart zu bewältigen? Und wie finden wir heute Wege, selbständig gute Entscheidungen zu treffen?