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200 Jahre „West-östlicher Divan“

Ausstellung im Goethe- und Schiller-Archiv zeigt ab Donnerstag „Poetische Perlen“ und ihre Entstehung

Vom 19. April bis 21. Juli 2019 ist im Goethe- und Schiller-Archiv die Ausstellung „‚Poetische Perlen‘ aus dem ‚ungeheuren Stoff‘ des Orients“ zu sehen. Zum 200. Geburtstag von Goethes „West-östlichem Divan“ widmet sich die Schau der Entstehung des mit mehr als 200 Gedichten größten Gedichtensembles in Goethes Werk.

An 16 Gedicht-Beispielen zeigt die Ausstellung, wie Goethe für die Literatur und Kultur Persiens und Arabiens entbrannte, mit dem persischen Dichters Hafis in poetischen Wettstreit trat, intensive Orient-Studien betrieb, exzerpierte, entwarf und dichtete. Auch zeigt die Ausstellung, wie in das Leben des 65-Jährigen eine halb so alte Frau trat, mit der die zentralen Divan-Motive des „Liebens“ und „Singens“ nicht nur poetische, sondern auch lebensweltliche Realität wurden. Als einzige aller Frauen in Goethes Leben dichtete Marianne von Willemer kongenial „orientalisierend“ mit.

1819 erstmals erschienen, verwirklicht der „West-östliche Divan“ bis heute den kulturübergreifenden Dialog poetisch. In Zeiten, in denen weltweit die Gegensätze und Konflikte befeuert werden, ist der Divan damit ebenso aktuell wie vor 200 Jahren.

Anke Bosse, Professorin an der Universität Klagenfurt und Kuratorin der Ausstellung, publiziert und forscht seit den 1980er-Jahren zu Goethes „West-östlichem Divan“, insbesondere zum Nachlass und zu Goethes Schreibprozessen.

Ausstellungsdaten
„Poetische Perlen“ aus dem „ungeheuren Stoff“ des Orients – 200 Jahre Goethes West-östlicher Divan
19. April bis 21. Juli 2019
Mo – Fr 8.30 – 18 Uhr
Sa – So sowie an Feiertagen 11 – 16 Uhr
Goethe- und Schiller-Archiv | Mittelsaal
Jenaer Straße 1 | 99425 Weimar
Der Eintritt ist frei.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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