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Das Buch als Kunstwerk

Im Jahr 2003 jährt sich zum 100. Male der Beginn von Harry Graf Kesslers Versuch, ein Neues Weimar entstehen zu lassen. Harry Graf Kessler zählt sicher zu den schärfsten und vielseitigsten Beobachtern der geistig ungewöhnlich fruchtbaren Umbruchzeit zwischen Kaiserreich und Republik. Seine Tagebücher gelten als politischer, kultureller, ästhetischer und zeitgeschichtlicher Spiegel par excellence.
Die Ausstellung "Das Buch als Kunstwerk – Die Cranach Presse des Harry Graf Kessler" ist den Büchern der von Kessler gegründeten, unterhaltenen und inspirierten Cranach Presse in Weimar gewidmet. Ihre Ausstrahlung hat die Blütezeit deutscher Buchkunst zwischen 1900 und 1925 auch international überdauert. Die Bücher der Cranach Presse gelten als einzigartiges Zeugnis dieser Epoche deutscher Buchkunst, national wie international. Dem "guten Europäer" Kessler gelang es, neben den führenden englischen Buchkünstlern Johnston, Gill und Cockerell Architekten wie Henry van de Velde, Theaterleute wie Edward Gordon Craig oder Bildhauer wie Aristide Maillol zur Gestaltung seiner Bücher hinzuzuziehen und sie zu bewegen, ihren Formenkanon auf Buchseite und Buchrücken zu übertragen. Vergils Eclogen, Shakespeares Hamlet oder das Hohelied zählen zu den herausragenden buchkünstlerischen Werken der Cranach Presse und darüber hinaus des 20. Jahrhunderts, an denen man den Anspruch eines "Gesamtkustwerks Buch" seit ihrem Erscheinen bis heute mißt.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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