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Pressegespräch mit Christoph Genz

 

Für Montag, 08. Oktober 2007, laden wir Sie herzlich zu einem Pressegespräch mit Christoph Genz ein, dem Interpreten der Rolle des Admet in der Oper „Alceste“, die am 23. Oktober 2007 im Weimarer Stadtschloss Premiere haben wird.

Christoph Genz wird die Rolle des Königs Admet darstellen, der sich in einem tiefen Konflikt befindet. Da der König im Sterben liegt, befragt seine Frau Alceste das Orakel in Delphi, ob es noch Rettung für ihn gäbe. Der Orakelspruch besagt, dass Admet leben kann, wenn ein anderer bereit wäre, an seiner Stelle zu sterben. Alceste ist es schließlich, die das Opfer auf sich nimmt – Admet kommt wieder zu Kräften. Von dem hohen Preis für seine Gesundung erfährt König Admet jedoch erst, als Alceste bereits im Sterben liegt.
Doch ohne seine Frau will auch Admet nicht leben – würde er ihr aber in den Tod folgen, wäre ihr Opfer vergeblich gewesen.
Das von Wieland verfasste Libretto wirft noch weitere ethisch problematische Fragen auf: Darf ein Mensch für jemand anderen sterben und darf man ein solches Opfer überhaupt annehmen?

Christoph Genz begann seinen musikalischen Werdegang im Leipziger Thomaschor, darauf folgte ein Studium der Musikwissenschaft am King’s College in Cambridge. Seine Gesangsausbildung absolvierte er an der Hochschule für Musik in Leipzig und bei Elisabeth Schwarzkopf.
Genz ist Preisträger zahlreicher renommierter Auszeichnungen: So gewann er beispielsweise 1995 den ersten Preis beim internationalen Gesangswettbewerb in Gimbsy, Großbritannien und ging anschließend bei dem internationalen Joahnn-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Leipzig als Gewinner hervor. Der Tenor sang auf Bühnen in Europa, Afrika und in den USA. Er war Ensemblemitglied des Theaters Basel, trat an der Opéra de Nancy, am Théâtre des Champs-Elysées in Paris und an der Semperoper in Dresden auf. Er sang unter Dirigenten wie T. Koopman, H. Blomstedt, I. Bolton, F. Bruggen, M. Creed, L.Güttler, Sir S. Rattle, P. Herreweghe, H. Rilling, Sir J. E. Gardiner, N. Harnoncourt, K. Masur, D. Harding, u.a. Es folgten zahlreiche Konzerte und CD-Einspielungen, zum Beispiel Johann Sebastian Bachs „Johannes-Passion“ unter der Leitung von Ludwig Güttler für Berlin Classics oder Mendelssohns „Lobgesang“ unter Helmuth Rilling für Hänssler.

 

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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