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Vom »Hortus Belvedereanus« zur »Dokumenta der Gartenkunst«


Zu einer »Dokumenta der Gartenkunst« soll ein Festival werden, das die Stiftung Weimarer Klassik vom 3. bis 6. Juli 2003 erstmals in Park, Orangerie und Schloß Belvedere veranstaltet. An dem Ort, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit botanischen Besonderheiten und einer 7900 Arten fassenden Pflanzensammlung, dem »Hortus Belvedereanus«, europaweit ausstrahlte, werden namhafte Gartenkünstler zu jährlich wechselnden Themen Schaugärten gestalten. Im ebenfalls thematisch orientierten Begleitprogramm stehen Ausstellungen, Musik und Literatur sowie der Verkauf seltener einheimischer und exotischer Pflanzen. Nach den Worten von Stiftungspräsident Hellmut Seemann soll das Festival unter dem Motto »Weimarer Gartenlust« im wahrsten Sinne des Wortes ein Fest der Schönen Künste werden. Dazu gehöre die Rückbesinnung auf die Gartenkultur der Goethezeit ebenso wie das Aufgreifen moderner Stilrichtungen und ökologischer Fragen.
»Südseeträume« wird - in Erinnerung an die Pflanzenjäger, die im 18. Jahrhundert unter oft abenteuerlichen Umständen exotische Gewächse nach Europa brachten - das Thema des ersten Weimarer Gartenfestivals sein. Im »new exotic style« gestalten die international bekannten Gartendesigner Christopher Bradley-Hole, Isabelle van Groeningen und Gabriella Pape, Ross Palmer sowie Philippe Niez und Alexandra Schmidt im Blumengarten der Orangerie vier Schaugärten mit tropischen und exotischen Pflanzen. Korrespondierend dazu wird in den Orangeriegebäuden die Ausstellung »Südseeträume, Pflanzensammler und Entdecker« gezeigt. Die Schau dokumentiert mit Pflanzen, historischen Abbildungen und Inszenierungen in drei großen Kapiteln die Unternehmungen, die die »Reisebotaniker« einst rund um den Erdball trieb, die Geschichte der Weimarer Pflanzensammlung sowie den heutigen, durch die Möglichkeiten der Gentechnologie teilweise auch fragwürdigen, Umgang mit Pflanzen. Darüber hinaus gehören eine Ausstellung über »Die geheimnisvolle Welt der Fleisch fressenden Pflanzen« , eine Blumenschau »Flowers of Barbados«, Malerei, Theater und Musik, darunter Rhythmen aus der Karibik und ein Gastspiel des MDR-Musiksommers, zum Programm des Gartenkunstfestes.
Kuratorin der »Weimarer Gartenlust« ist Viktoria Freifrau von dem Bussche, die seit 1998 in Schloß und Park Ippenburg im Landkreis Osnabrück ein weithin beachtetes Gartenfestival veranstaltet. Ihr Konzept für Weimar sieht, den jeweiligen Jahres-Themen entsprechend, wechselnde Partnerschaften vor. Für das Eröffnungsfestival im kommenden Jahr wird England als Ursprungsland des europäischen »Pflanzenfiebers« Partnerland sein. Im Jahr 2004 soll in Erinnerung an die Hochzeit der Zarentochter Maria Pawlowna mit Erbprinz Carl Friedrich im Sommer 1804 Rußland diese Rolle übernehmen. Danach sollen Frankreich, die Niederlande und Italien folgen. Im Jahr 2008 werden in einem Radius von 450 Kilometern rund um Weimar internationale Gartenkünstler europäische Gärten der Zukunft entwerfen.
»Weimarer Gartenlust«, einschließlich Pressefotos, im Internet unter <SICO db="Weblinks" id="434">www.gartenlust-weimar.de</SICO>

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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