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18.04.2024

Wissenschaft als Kunst

Klassik Stiftung Weimar feiert den 100. Geburtstag des Philosophen Paul K. Feyerabend mit einer internationalen Tagung

Am 13. Januar 2024 wäre Paul K. Feyerabend 100 Jahre alt geworden. Anlässlich dieser Feierlichkeit veranstaltet das Kolleg Friedrich Nietzsche der Klassik Stiftung Weimar die internationale Tagung „Wissenschaft als Kunst. Paul K. Feyerabend und die Ästhetik der Erkenntnis.“ Vom 19. bis zum 24. April 2024 diskutieren Weggefährten und Forschende im Nietzsche-Archiv sowie im Festsaal des Goethe-Nationalmuseums über Leben und Werk von Paul K. Feyerabend.  Die Veranstaltung findet in deutscher und in englischer Sprache statt.

Berühmt aber auch berüchtigt wurde Feyerabend aufgrund seiner Kritik des Methodenzwangs (1975) und durch seine Beiträge zu einer anarchistischen oder dadaistischen Erkenntnistheorie für freie Menschen. Seine Phrase „anything goes“ ist zu einem der erfolgreichsten, wenn auch meist missverstandenen Slogans geworden. Weniger bekannt ist, dass Feyerabend das Ende des Zweiten Weltkriegs in einem Lazarett in Weimar erlebte und ein Semester an der Weimarer Musikakademie studierte. Die internationale Tagung erinnert an den Philosophen und fragt nach der Aktualität seines Denkens. Die Veranstaltung findet mit Unterstützung der Hans Böckler Stiftung statt.

Weitere Informationen zur kostenfreien Tagung finden Sie hier.

Veranstaltungsdaten

„Wissenschaft als Kunst. Paul K. Feyerabend und die Ästhetik der Erkenntnis"

Freitag, 19. April | 16:00 -18:00 Uhr

Nietzsche-Archiv

Humboldtstraße 36 | 99425 Weimar

16:00-18:00 | Helmut Heit (Weimar): lntroduction and guided tour: Nietzsche, Feyerabend, Weimar

Samstag, 20. April. | 9:30 -19:30 Uhr

Goethe-Nationalmuseum | Festsaal 3 OG.

Frauenplan 1 | 99423 Weimar

Moderation: Simon Lohse (Nijmegen)

9:30-10:15 | Matteo Collodel (Milano): Feyerabend and his Time in Weimar

10:15-11:00 | Eric Oberheim (Berlin): Scientific Philosophy as an Art

11:30-12:15 | Gerrit Tiefenthal (Bielefeld): Feyerabends Nietzsche-Rezeption

Moderation: Marisa Przyrembel (Berlin)

14:15-15:00 | Eva Schürmann (Magdeburg): Wie weit geht die Analogie von Kunst und Wissenschaft?

15:00-15:45 | Babette Babich (New York): Paul Feyerabend'sAesthetics of Science: Ontological

Abundance

16:15-17:00 | Christian Thomas (Zürich): Das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Kunst in der Architektur

17:00-17:45 | Simon Lohse (Nijmegen) & Karim Bschir (Zürich): Perspectives in Evidence­ Based Policy: Lessons from Feyerabend

18:00-18:30 | Grazia Borrini-Feyerabend (Lausanne): Paul Feyerabend and the Paul K. Feyerabend Foundation

18:30-19:30 | Pol Vanfleteren (Belsele) & Valerie Vervoort (Antwerpen): A c/assical song-cyc/e for soprano and piano, based on Paul Feyerabends article 'What reality?' of Conquest of Abundance.

Sonntag,21. April | 10:00 -12:00

Goethe-Nationalmuseum | Festsaal 3 OG.

Frauenplan 1 | 99423 Weimar

Moderation: Helmut Heit (Weimar)

10:00-10:45 | Katja Frimberger (Glasgow): Let's tel/ more strange stories! The cultivation of human happiness a la Bertolt Brecht and Paul Feyerabend

10:45-11:30 | Paul Hoyningen-Huene (Hannover): Paul Feyerabend and Marcel Duchamp

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.