Luftbild des Ensembles mit Bearbeitungsgebiet© Adam Sevens

Ensemble Goethe-Wohnhaus

Denkmalgerechte Instandsetzung und museale Neukonzeption

Mit dem Projekt werden das Goethe-Wohnhaus mit Vorder- und Hinterhaus, die beiden benachbarten Vulpiushäuser, der Gartenpavillon, der Steinpavillon und das Torhaus sowie der Hausgarten weitestgehend denkmalgerecht instandgesetzt. 

Trotz stetiger Pflege und laufendem Bauunterhalt bedürfen die Gebäude des Ensembles einer grundständigen Instandsetzung und Ertüchtigung, welche insbesondere die Beseitigung baulicher Mängel, eine behutsame Anpassung an zeitgemäße technische Anforderungen, funktionale Verbesserungen (wie zum Teil Verbesserung der Barrierefreiheit) sowie eine Anpassung des Raumkonzeptes an aktuelle Bedarfe beinhaltet. Aufgrund des Schutzes als UNESCO-Welterbe ist ein besonders behutsamer Umgang mit der denkmalgeschützten Bausubstanz erforderlich.

Im Fokus der Maßnahme steht vor allem die Instandsetzung der Gebäudehüllen aller Ensemblegebäude. Putz- und Feuchteschäden werden beseitigt, die historischen Fenster und Türen werden aufgearbeitet und teilweise erneuert sowie die Dächer instandgesetzt

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Erneuerung der Haustechnik. Im Goethes-Wohnhaus werden zur Verbesserung der klimatischen Bedingungen die Heizungen erneuert und die veraltete elektrische Anlage ersetzt. 

Im Rahmen der musealen Neukonzeption soll das Ensemble wieder mehr an den goethezeitlichen Zustand zurückgeführt werden. Interessante Erkenntnisse zu den Farbfassungen ermöglichen es, die Farben einiger Räume im Rahmen der geplanten Restaurierung wieder näher an die Farbgebungen Goethes anzunähern. Im Wesentlichen soll der innenräumliche Eindruck jedoch erhalten bleiben. Das Haus behält zudem seinen Charakter als Tageslichtmuseum – mit dem neuen Lichtkonzept erfolgt eine Unterstützung an wenig lichtreichen Tagen.

Das Projekt umfasst weiterhin die Herrichtung der bisher nicht für die Öffentlichkeit zugänglichen beiden Pavillons, welche über den Hausgarten erschlossen werden und die sich den naturwissenschaftlichen Themen Goethes widmen werden. Die Steinsammlung des naturforschenden Goethes wird wieder im Steinpavillon ihren Platz finden. Um dies zu ermöglichen, ist dessen statische Ertüchtigung notwendig. 

Die Instandsetzung der Pavillonbauten, die restauratorischen Maßnahmen im Goethe-Wohnhaus sowie Teile der neuen Haustechnik und auch die denkmalgerechte Herrichtung des Hausgartens sind nur möglich Dank weitreichender Spenden privater Stiftungen.

Termine

Wettbewerb nach RPW:                  Ende 2022

Genehmigungsplanung:                 08/2025

Schließung Goethe-Wohnhaus:  2. November 2026

Baubeginn:                                             01/2027 

Bauliche Fertigstellung:                 voraussichtlich 2029

Finanzierung / Förderung

Die Maßnahme wird finanziert mit Mitteln des Freistaats Thüringen und des Beauftragten für Kultur und Medien der Bundesrepublik Deutschland sowie mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Wüstenrot-Stiftung und der Hector Stiftungen

  • Logo: Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Beteiligte Planer

Architekten:  Bruno Fioretti Marquez GmbH, Berlin

Ausstellungsgestalter:  chezweitz GmbH, Berlin

Tragwerksplaner:  Büro für Baukonstruktionen GmbH, Dresden

Haustechnikplaner:  ARGE BIG-SIX b.i.g. bechthold ingenieurgesellschaft mbh mit Six Engeneers GmbH

Restaurierungsplanung:  ProDenkmal GmbH, Berlin

Lichtplanung:  Belzner Holmes und Partner LIGHT – DESIGN, Berlin

Freianlagenplanung:  ARGE Därr Landschaftsarchitekten, Halle mit RoosGrün, Weimar

Brandschutzplanung:  Planungsgruppe Geburtig, Weimar

Bauphysik:  BBS Ingenieurbüro Gronau und Partner, Weimar

Sicherheitsplanung:   TCProject Torsten Cech, Leipzig

Holzschutzgutachten:  Staupendahl & Partner Bauplanungsgesellschaft mbH, Leipzig

Sicherheits- und Gesundheitskoordination:   Ingenieurbüro Thomas Kramer, Amt Wachsenburg

Denkmalpflegerische Zielstellung:  adb büro für architektur, denkmalpflege und bauforschung Steffen Obermann, Berlin

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.