Haus Hohe Pappeln – Ansicht von Nord-Osten © Uwe Gaasch

Haus Hohe Pappeln 

denkmalgerechte Instandsetzung und Erweiterung der musealen Bereiche

Das Haus Hohe Pappeln ist ein Gesamtkunstwerk von internationalem Rang aus der Zeit des Jugendstils und den Anfängen der Moderne. Mit seiner einzigartigen skulpturalen Ausformung ist das Gebäude ein künstlerischer Beitrag zur Architekturgeschichte des anfangenden 20. Jahrhunderts und gehört damit zu den Wegbegründern des Bauhauses. 

Das Gebäude wurde von Henry van de Velde selbst für seine eigene Familie als Wohnhaus errichtet und ist damit beispielhaft für ein gutbürgerliches Wohnen dieser Zeit. 

Mit diesem Projekt sollen museale Funktionen in das Souterrain erweitert werden und neue Angebote der kulturellen Teilhabe für die Zielgruppe „Jugendliche und Schulklassen“ geschaffen werden. Hierfür werden Möglichkeiten zur Vermittlung im ehemaligen Kinderzimmer hergerichtet und in der ehemaligen Küche eine Ausstellung zur Vermittlung der Bau- und Nutzungsgeschichte des Hauses eingerichtet. Diese Flächen ergänzen die Ausstellung im Hochparterre, in dem das Haus als Raumkunstwerk selbst dargestellt wird. 

Vor der Einrichtung der neuen Ausstellungsflächen ist die bauliche Instandsetzung der Gebäudehülle und des Souterrains erforderlich. Das Untergeschoss des Hauses ist durch Wassereinbrüche und baukonstruktive Mängel stark beschädigt. Zur Instandsetzung sind umfangreiche Abdichtungsmaßnahmen, statische Ertüchtigungen und Ausbauarbeiten erforderlich. Ebenso sind die Fassaden, Fenster und Türen sowie die Pergola und das Dach geschädigt und werden instandgesetzt. Die haustechnischen Anlagen müssen im Souterrain komplett erneuert werden. Die Heizungsversorgung soll zukünftig auf Wärmepumpe umgestellt werden. Hierfür sind die notwendigen Vorrichtungen zu schaffen. In den Obergeschossen werden brandschutztechnische Verbesserungen durchgeführt.

Im Erdgeschoss wird der Kassen- und Eingangsbereichs erneuert.

Termine

Genehmigungsplanung:  Februar 2025 

Baubeginn:                             November 2025

Baufertigstellung:               2027 

Finanzierung / Förderung

Die Maßnahme wird gefördert mit Mitteln des Freistaats Thüringen und des Beauftragten für Kultur und Medien der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen des INK-Programms

  • Logo: Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Beteiligte Planer

Architektin:                        Architektur + Denkmalpflege Dr. Anja Löffler, Gera

Restaurator:                      Dipl-Rest. Sven Raecke, Erfurt

Freianlagenplaner:         freiraumpioniere, Weimar

Tragwerksplanung:        Trabert Ingenieure, GmbH & Co. KG, Geisa

Haustechnik:                     ARGE IB Steinbrück, Bad Langensalza + IT und Elektrotechnik Seyfarth, Weimar

Brandschutz:                     Dr. Spindler und Kraft, Architekten und Sachverständige für Brandschutz PartG mbB, Erfurt

Bauphysik:                          BBS Ingenieurbüro, Weimar

Holzschutzgutachter:  Thomas Brandt, Weimar

SiGeKo:                                 IB Kramer, Wachsenburg

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.