Sommerakademie Cicerone 2026: Ein Podcast über Weimarer Freundschaften

Was bedeutet Freundschaft? Wie wurde Freundschaft um 1800 verstanden und welche gesellschaftlichen Konventionen prägten die Beziehungen der Menschen? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich die Teilnehmenden der Sommerakademie Cicerone 2026. Im Mittelpunkt standen berühmte Weimarer Freundschaften um 1800: etwa die enge Verbindung zwischen einer Herzogin und ihrer Hofdame, eine berühmte Dichterfreundschaft sowie verschiedene Brieffreundschaften, bei denen sich auch die spannende Frage nach dem Verhältnis von Freundschaft und Liebe stellt.

Ihre Ergebnisse haben die Teilnehmenden in einer kreativen Podcast-Reihe zusammengeführt: 
Weimar vernetzt – Vier Freundschaften um 1800. 

Im Mittelpunkt der Folgen stehen besondere Objekte, die mit den jeweiligen Freundschaften verbunden sind: ein Scherenschnitt, ein Apfel, ein Gemälde aus dem Wittumspalais und eine Haarlocke.

Was hat es mit diesen unterschiedlichen Objekten auf sich und welche Geschichten können die Gegenstände erzählen? Hör dir die einzelnen Folgen an. Viel Spaß!

Nur ein Schattenriss? – Goethe und Augusta Louise zu Stolberg-Stolberg

„Mein Gustchen“ – so nannte Goethe Augusta Louise zu Stolberg-Stolberg. Nachdem sie seinen Werther gelesen hatte, schrieb sie ihm einen begeisterten Brief. Was folgte, war ein intensiver Briefwechsel.

Von Liebe zur Locke – Goethe und Charlotte von Stein

Über 1.700 Briefe schrieb Goethe an Charlotte von Stein. Nach dem Ende ihrer Beziehung forderte sie ihre Briefe zurück und vernichtete sie vermutlich. So blieb nur Goethes Seite des Briefwechsels.

Fauler Apfel, folgenreiche Freundschaft? – Schiller und Goethe

Elf Jahre verband die „Dioskuren“ Schiller und Goethe eine innige Freundschaft. Was machte dieses Verhältnis aus – und warum wurde der Apfel zum Bild ihrer Freundschaft?

Tafelrunde & eine besondere Freundschaft – Anna Amalia u. Luise von Göchhausen

Freundin oder Angestellte? Anna Amalia und Luise von Göchhausen teilten Jahrzehnte am Weimarer Musenhof. War trotz des Machtgefälles zwischen Herzogin und Hofdame Freundschaft möglich?

Dieser Audiowalk war das Projekt der Teilnehmer*innen der Cicerone Sommerakademie 2026 unter dem Thema „Freundschaften um 1800“. Der Schwerpunkt lag insbesondere auf zentrale, prominente Beziehungen der Weimarer Klassik. In Gruppen haben sich die Teilnehmenden intensiv mit den Beziehungen beschäftigt und mit selbst gewählten Objekten verknüpft. 

Unter der Leitung von Melanie Hillerkus und mit Unterstützung von Lena Guth sowie Leonie Diederich und Marlene Kaatz haben dieses Projekt realisiert: Anna, Blanka, Darja, Dominika, Georg, Helena, Jonas, Léna, Leonnore, Marlena, Melissa, Roman, Sandra, Sintija, Sofia, Victoria und Viktorija.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.