Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.
Bernd Freese, geboren in Berlin, zählt zu den bedeutenden privaten Sammlern von Bauhaus-Drucksachen und -Dokumenten in Deutschland. Seine Verbindung zum Bauhaus begann früh durch seine Ausbildung bei der Fabriknorm GmbH, gegründet von Walter Porstmann, dem Mitentwickler der DIN-Papiernormung und engen Weggefährten des Bauhauses.
Über Jahrzehnte hinweg trug Freese mit großer Kennerschaft Druckgrafiken, Korrespondenzen und Objekte der Bauhaus-Moderne zusammen. Prägende Begegnungen mit Persönlichkeiten wie Eckhard Neumann, Gisela Schulz oder Emil Schumacher vertieften seine Leidenschaft für Kunst, Design und Architekturgeschichte.
Als Sammler verstand er seine Tätigkeit stets auch als kulturelle Bewahrungsarbeit und unterstützte zahlreiche Ausstellungen als Leihgeber. Teile seiner bedeutenden Sammlung schenkte er der Stiftung Bauhaus Dessau, um das Erbe des Bauhauses dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen. Die Ausstellung Die »Urzelle« des Bauhauses. Karl Peter Röhl und sein Freundeskreis im Bauhaus-Museum Weimar unterstützte er mit selten gezeigten Objekten seiner Kollektion.
Bernd Freese steht für gelebte Erinnerungskultur, für die Verbindung von persönlicher Biografie und deutscher Designgeschichte sowie für ein außergewöhnliches Engagement im Dienste der Moderne.
Im Juni 2026 ist er Distinguished Fellow der Klassik Stiftung Weimar.
Stephanie Hock hat Bernd Freese für das Digitalmagazin klassischmodern interviewt. Hier geht es zum Interview.