Porzellane der Manufaktur Ilmenau

in den Beständen der Klassik Stiftung Weimar

Direktion/ReferatMuseen
ProjektverantwortungDr. Gerd-Dieter Ulferts, Susanne Schroeder
Laufzeitvon 2009 bis 2012

Der Bestand gehört mit 200 Objekten, davon ca. 100 Medaillons en biscuit und 100 Geschirre, zu den wenigen großen Sammlungen mit Ilmenauer Porzellan. Im Zentrum stehen klassizistische Kreationen um 1800. In dieser Zeit kam die Manufaktur zur ersten Blüte. Bemerkenswert ist die motivgeschichtliche Vielfalt der Medaillons aus Ilmenau. Sie wurden in der Art der Blue-Jasper-Ware des englischen Keramikherstellers Josiah Wedgwood gefertigt. Auf vorwiegend mattblauem Fond befinden sich feine Reliefs aus weißem, nicht glasiertem Biskuitporzellan. Sie zeigen Szenen der griechischen und römischen Mythologie, antike Porträts von Philosophen und Gelehrten, kirchen- und profangeschichtliche Motive, Allegorien, Herrscherporträts um 1800 und anderes. Insgesamt sind heute circa 500 Medaillons der Manufaktur bekannt. Ihre Besonderheit liegt darin, dass sich nur wenige Motive wiederholen. Damit war kein großer pekuniärer Gewinn zu erzielen. Es liegt nahe, ihre Herstellung im Zusammenhang mit einer Bildungsabsicht zu sehen und nach dem direkten oder indirekten Einfluss der Weimarer Protagonisten auf die Ilmenauer Produktion zu fragen. Die Manufaktur stand in vielfältiger Beziehung zu Weimar. Das Privileg zur Gründung hatte 1776 Herzog Carl August bewilligt, Goethe besuchte die Manufaktur mehrfach und versuchte, die Qualität der Porzellanmasse zu verbessern.

Kontakt

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