Digitalisierung und Erschließung der Zeitschrift „Jugend“

Direktion/ReferatHerzogin Anna Amalia Bibliothek
ProjektverantwortungDr. Michael Knoche
Laufzeitvon 2009 bis 2014

Ziel des Projektes ist die Digitalisierung sowie die formale und inhaltliche Erschließung der Zeitschrift „Jugend“ und ihre Bereitstellung in Faksimilequalität als Open-Access-Datenbank im Internet.

Die Zeitschrift „Jugend“, erschienen von 1896 bis 1940, ist, wenn man ihren gesellschaftspolitischen Standort bestimmen will, als das bürgerlich-konservative Gegenstück zum „Simplicissimus“ zu beschreiben. Leserschaft und Zielgruppe der „Jugend“ war das an Kunst, Literatur und Kultur interessierte liberale Bürgertum im Deutschen Reich, das im Fin de Siècle die Überwindung von Historismus, Gründerzeitdenken und Spießertum und damit einen neuen Aufbruch einleiten wollte. Der Erfolg der „Jugend“ verdankte sich also einer gesellschaftlichen Neuorientierung, darüber hinaus aber wohl auch der Politik der Herausgeber, die stets darauf bedacht waren, das Themenspektrum der Zeitschrift möglichst breit anzulegen: Georg Hirth selbst formuliert dieses Programm in der ersten Doppelnummer als intendierte Programmlosigkeit: „Ein ‚Programm‘ im spießbürgerlichen Sinne des Wortes haben wir nicht. Wir wollen Alles besprechen und illustrieren, was interessant ist, was die Geister bewegt; wir wollen Alles bringen, was schön, gut, charakteristisch, flott und – echt künstlerisch ist.“

Die entstandene Datenbank ist im Internet unter der Adresse http://www.jugend-wochenschrift.de/ verfügbar und wird weiter aktualisiert.

Dieses Projekt wurde in Kooperation mit der RWTH Aachen, dem Deutschen Literaturarchiv Marbach und der Universitätsbibliothek Heidelberg realisiert und durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Kontakt

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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