Bestandskatalog der Italienischen Majoliken aus Goethes Besitz

Direktion/ReferatMuseen
ProjektverantwortungDr. Gert-Dieter Ulferts, Dr. Johanna Lessmann (Hamburg)
Laufzeitvon 2009 bis 2015

Zu den Kunstsammlungen Goethes gehört ein Bestand von 97 italienischen Majoliken, die im Wohnhaus am Frauenplan, vor allem im ‚Majolikazimmer‘ öffentlich präsent sind. Es handelt sich überwiegend um sogenannte Istoriati-Majolika aus den Herstellungszentren Urbino und Venedig. Goethe erwarb die Stücke nach einem ersten Ankauf 1804 in den Jahren 1817 und 1826, gefolgt von einzelnen Erwerbungen in den Jahren 1827 bis 1829.

Der Bestand wurde mit Hilfe der Weimarer Archivalien durch die von Topfmeier 1956 an der Leipziger Universität eingereichte, ungedruckt gebliebene Dissertation erstmals erschlossen. Das Ziel der Neubearbeitung war es – neben der kunsthistorischen Einordnung und Würdigung der einzelnen Objekte auf der Grundlage der neuesten Forschungsergebnisse sowie vergleichender Studien in den großen europäischen Sammlungen – insbesondere die Provenienzgeschichte der Majoliken in Goethes Besitz neu zu beleuchten. Hierbei spielten vor allem die ökonomischen Beziehungen zwischen Venedig und den süddeutschen Handelszentren eine entscheidende Rolle. Die Bearbeitung des Bestandes führte auch zu neuen Einsichten in den Handel mit Majolika über die spezielle Weimarer Situation hinaus.

Der Bestandskatalog knüpft an die Bearbeitung der bedeutenden deutschen Majolika-Sammlungen aus fürstlichem Besitz an, für die mit der Erschließung der umfangreichen Sammlung der Braunschweiger Herzöge im Herzog Anton Ulrich-Museum durch Johanna Lessmann 1979 Maßstäbe gesetzt wurden. Der Bestandskatalog der Majoliken Goethes ergänzt und erweitert zudem die Erschließung der Sammlung italienischer Majoliken aus dem Besitz der Weimarer Herzöge, die im Jahr 2000 durch Elisabeth Reissinger bearbeitet wurde.

Kontakt

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