Der Faust-Stoff und seine Medialisierungen

Projekt im Rahmen den Forschungsverbunds Marbach Weimar Wolfenbüttel

Direktion/ReferatForschung und Bildung
ProjektverantwortungProf. Dr. Thorsten Valk
Laufzeitvon 2014 bis 2017

Seit seinen Anfängen im 16. Jahrhundert erlebte der Faust-Stoff zahlreiche Bearbeitungen und Fortschreibungen – vor, neben und nach Goethes kanonischer Tragödie von 1790/1832. Text und Rahmen sind dabei auf untrennbare Weise miteinander verbunden: Die im Druck verbreiteten Texte werden begleitet von rahmenden Paratexten, die primär sinnlich-visueller Natur sind: Bucheinband, Druckbild, Illustrationen und anderes mehr. Die Liaison von Text und Rahmen geht aber darüber hinaus, sie zielt auf ein breites Spektrum von Medialisierungen, die jeweiligen Kontexte, in die die überlieferte Faust-Fabel gestellt ist. Buchausgaben und Illustrationen tragen ebenso zum Medienmythos Faust bei wie literarische Adaptionen, Vertonungen, Theateraufführungen und Verfilmungen, museale Präsentationen, kulturelle und wissenschaftliche Diskurse. Nur aufgrund dieser umfassenden Medialisierung konnte die Faust-Figur zu einem zentralen ‚role model‘ frühneuzeitlich-moderner Individualitätssemantik werden. Grundlage für die Erarbeitung einer Medialisierungsgeschichte des Faust-Stoffes ist die Weimarer Faustsammlung, die mit ihren rund 20.000 Objekten ein weltweit einzigartiges Korpus bildet.

Das Projekt war Teil des Forschungsprojekts „Text und Rahmen: Präsentationsmodi kanonischer Werke“, das im Rahmen des Forschungsverbunds Marbach Weimar Wolfenbüttel realisiert wurde.

Zugehörige Publikationen

Carsten Rohde (Hrsg.): Faust-Sammlungen. Genealogien – Medien – Musealität. Frankfurt am Main Klostermann 2018.

Carsten Rohde, Albert Meier, Thorsten Valk (Hrsg.): Faust-Handbuch. Konstellationen – Diskurse – Medien. Stuttgart 2018.

Kontakt

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