Goethe-Porträts

Projekt im Rahmen des Forschungsverbunds Marbach Weimar Wolfenbüttel

Direktion/ReferatForschung und Bildung
ProjektverantwortungProf. Dr. Thorsten Valk
Laufzeitvon 2014 bis 2017

Das Projekt zu den Porträts Johann Wolfgang von Goethes behandelt Darstellungen, die zwischen dem Beginn von Goethes literarischer Tätigkeit und seinem Tod im Jahr 1832 entstanden sind. Der Schwerpunkt liegt auf Werken, die als Prototypen das Bild Goethes dauerhaft prägten. Besondere Bedeutung kommt den von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein und Joseph Karl Stieler geschaffenen Gemälden zu sowie den Büsten von Martin Gottlob Klauer, Alexander Trippel und Christian Daniel Rauch. Gerade diese Werke, bei denen sich das Interesse bis heute meist auf die dargestellte Person konzentriert, werden neu als Kunstwerke in den Blick genommen.

Angesichts der Geschichte der jeweiligen Objekte müssen diese auf ihre materielle Authentizität geprüft werden. Gefragt wird nach den oftmals interessegeleiteten Restaurierungen, und es wurden im Einzelfall auch naturwissenschaftliche Untersuchungen (beispielsweise Infrarotaufnahmen) angestellt. Erst auf der Grundlage dieser Bestandserhebung werden die Werke kunsthistorisch beschrieben, in ihre jeweiligen Kontexte eingeordnet und gedeutet. Dazu sind alle erreichbaren zeitgenössischen Quellen heranzuziehen.

Ziel ist eine umfassende Deutung der Porträts Goethes, der auch und gerade im Bild zum Nationalautor wurde. Daher sind auch die zeitgenössischen Reproduktionsverfahren und Reproduktionswege zu untersuchen, dank derer die jeweiligen Prototypen der Goetheporträts ihre Bekanntheit erlangten. Speziell an diesem Punkt, der sich mit dem Begriff der ‚ikonischen Autorisierung‘ verbindet, wird immer wieder eine spezifische Bildpolitik deutlich, die im inhaltlichen Zentrum der zu erarbeitenden Studie steht.

Das Projekt ist Teil des Forschungsprojekts „Bildpolitik: Das Autorenporträt als ikonische Autorisierung“, das im Rahmen des Forschungsverbunds Marbach Weimar Wolfenbüttel realisiert wurde.

Kontakt

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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