Ludwig Achim von Arnim: Werke und Briefwechsel

Historisch-kritische Ausgabe

Direktion/ReferatGoethe- und Schiller-Archiv
ProjektverantwortungDr. Gert Theile
Laufzeitseit 2000

Die seit 2000 erscheinende historisch-kritische Ausgabe soll das Werk, die Aufzeichnungen und den Briefwechsel Ludwig Achim von Arnims in seinem Lebens- und Zeitkontext umfassend erschließen. Die Edition wird – mit Ausnahme der zusammen mit Brentano publizierten Liedersammlung „Des Knaben Wunderhorn“ – alles enthalten, was Arnim geschrieben hat: sämtliche Werke, Schriften, Taschenbücher sowie die von ihm herausgegebenen Zeitschriften und Texte zu literarisch-politischen Tätigkeiten. Ein erheblicher Teil der Texte, darunter dramatische Werke, Fragmente, frühe Schriften und naturwissenschaftliche Manuskripte sowie die schwer lesbaren Taschenbuch-Aufzeichnungen und Briefe, sind bisher nicht oder nur auszugsweise veröffentlicht worden.

Die Ausgabe wird 40 Bände umfassen. In chronologischer Anordnung werden ediert: Werke und Schriften (Band 1–29), Briefe von und an Arnim (Band 30–40). Ergänzend sollen Sonderbände erscheinen: Eine detaillierte Chronik, Dokumente zum Leben und Werk Arnims sowie eine Bibliographie, die Primär- und Sekundärliteratur von den Anfängen bis zum Ende des 20. Jahrhunderts verzeichnet. Vorgesehen ist auch ein neuer Katalog der Arnim-Bibliothek, die seit Anfang der 50er Jahre als Sondersammlung in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek verwahrt wird.

Textgrundlage für die Edition sind die Handschriften oder, wenn diese nicht überliefert sind, die Erstdrucke aus Arnims Lebenszeit beziehungsweise aus den von Wilhelm Grimm und anderen 1856 herausgegebenen „Sämmtlichen Werken“. Verschiedene Fassungen und die Varianten aller Textzeugen werden vollständig wiedergegeben. Der Kommentar bezieht sich in erster Linie auf den Text, berücksichtigt aber alle Aspekte, die für seine Entstehung und Form entscheidend waren, das heißt die Lebenswelt Arnims, historische, politische und kulturelle Einflüsse sowie die Verflechtung zu anderen Texten. Die zeitgenössische Wirkungsgeschichte wird berücksichtigt und nach Möglichkeit dokumentiert.

Die Ausgabe wird in Zusammenarbeit mit der Klassik Stiftung Weimar von Roswitha Burwick, Lothar Ehrlich, Heinz Härtl, Renate Moering, Ulfert Ricklefs und Christof Wingertszahn herausgegeben.

Kontakt

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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