Katalogisierung der Inkunabeln der Herzogin Anna Amalia Bibliothek

Direktion/Referat

Herzogin Anna Amalia Bibliothek

ProjektverantwortungDr. Jürgen Weber
Laufzeitvon 2004 bis 2007

Die Weimarer Inkunabelsammlung umfasst 429 Ausgaben der Antike in lateinischer und griechischer Sprache, Bibeln, Chroniken und historische Erzählungen sowie theologische, philosophische, juristische, mathematische und medizinische Werke. Hervorzuheben sind zwei Blockbücher um 1470 („Ars memorandi“, „Biblia pauperum“) und 14 Frühdrucke in griechischen Lettern, vorwiegend aus der Werkstatt des Aldus Manutius in Venedig. Zu den fünf Unica der Sammlung gehören Aristoteles: „Parva naturalia“ (Leipzig um 1500) und „Dracole Waida“ (Nürnberg 1488). Die Inkunabeln stammen nicht aus Säkularisationsgut, sondern wurden gezielt in ganz Europa erworben. Wichtige Provenienzen sind die Privatsammlungen von Balthasar Friedrich von Logau, Marquard Gude und der Brüder Schurzfleisch.

Mit finanzieller Förderung der H. W. & J. Hector Stiftung zu Weinheim wurden die Inkunabeln von Dr. Eva Raffel an der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe katalogisiert:

http://www.inka.uni-tuebingen.de/

88 kolorierte Ausgaben sind im Rahmen der Bundessicherungsverfilmung digitalisiert und auf Farbfilm ausbelichtet worden.

Die Ergebnisse des Projektes waren in drei Ausstellungen zu sehen: „Illustre Gäste“, 2005 in der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe sowie „Welt der Wiegendrucke“, 2007 in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar und 2009/2010 im Liechtensteinischen Landesmuseum in Vaduz.

Zugehörige Publikationen

Welt der Wiegendrucke. Die ersten gedruckten Bücher der Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Bearbeitet von Eva Raffel. Leipzig 2007.
Die Inkunabeln. Bearbeitet von Eva Raffel. Wiesbaden 2007 (Bibliographien und Kataloge der Herzogin Anna Amalia Bibliothek zu Weimar).
Eva Raffel: In Europa gedruckt, in Weimar gesammelt. Die herzogliche Inkunabelsammlung. In: Hellmut Th. Seemann (Hrsg.): Europa in Weimar. Visionen eines Kontinents. Jahrbuch der Klassik Stiftung Weimar 2008. Göttingen 2008, S. 48-76.

Kontakt

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