Gemäldesammlung

Lucas Cranach d.J., Johann Friedrich II. als Kind, um 1540

Goethes Gemäldesammlung umfasst mit knapp 50 Werken zahlenmäßig einen relativ kleinen Bereich, steht aber repräsentativ für seine Interessenvielfalt vom deutschen Mittelalter bis hin zu zeitgenössischen Kunstwerken. Das Spektrum reicht von Lucas Cranach d. J. bis zu dem Weimarer Maler Friedrich Preller d. Ä., dessen Werdegang Goethe aufmerksam verfolgte. Zu zahlreichen anderen Künstlern, wie Johann Heinrich Wilhelm Tischbein oder Carl Gustav Carus, pflegte Goethe ebenfalls persönliche Kontakte. Deren Schenkungen wurden wie viele seiner Erwerbungen häufig von einem intensiven freundschaftlichen Briefwechsel begleitet oder standen in direktem Bezug zu ästhetischen Schriften, an denen der Dichter aktuell arbeitete. Gemälde italienischer und französischer Maler, darunter auch eine Teilkopie nach Tizian, eine Landschaft nach Claude Lorrain oder das Gemälde »Kephalos und Prokris« aus dem 17. Jahrhundert spiegeln Goethes Vorliebe für antike Themen und die heroische klassizistische Landschaft wider. Das berühmte Bildnis des Herzogs von Urbino von Barocci hatte seinem angestammten Platz, dem so genannten Urbinozimmer, den überlieferten Namen gegeben. Die Gemäldesammlung bildet noch heute einen Teil der Ausstattung von Goethes Wohnhaus.

Erreichbarkeit

Die Gemäldesammlung ist in den historischen Räumen des Goethe-Wohnhauses zu besichtigen.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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