Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

Der öffentliche Streit zwischen Christiane Goethe und Bettina von Arnim 1811 markiert eine Zäsur in der Beziehung zu Goethe. Der Vortrag beleuchtet Folgen, Arnims Annäherungsversuche und ihre literarischen wie memorialen Goethe-Vereinnahmungen.
Am 13. September 1811 kommt es beim Besuch der Weimarer Kunstausstellung zu einem „heftigen und pöbelhaften Streit“ zwischen Goethes Frau Christiane und Bettina von Arnim, geborene Brentano, die sich seit dem 25. August mit ihrem Mann Ludwig Achim von Arnim in Weimar aufhält. Die Situation eskaliert: Unschöne Worte werden in der Öffentlichkeit gewechselt, eine Brille geht zu Bruch. Der Streit hat eine drastische Auswirkung auf die Beziehung zwischen Goethe und Bettina von Arnim.
Der Vortrag von Dr. Yvonne Pietsch spannt den Bogen von diesem Eklat über Bettina von Arnims Versuche einer erneuten Annäherung an Goethe bis hin zu ihren praktizierten Goethe-Vereinnahmungen. Diese kulminierten in ihrem Entwurf eines Goethe-Denkmals, dem „Räthsel meines Daseins“, und der Veröffentlichung von „Goethes Briefwechsel mit einem Kinde“.