Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

Ein Kolloquium des Goethe- und Schiller-Archivs der Klassik Stiftung Weimar.
Goethes Autobiographie ‚Dichtung und Wahrheit‘ spielt in der Literaturwissenschaft schon früh als Quelle der Goetheforschung und als Modellfall autobiographischen Schreibens eine wichtige Rolle; die verschiedenen Paradigmenwechsel der Autobiographie-Forschung waren immer wieder mit Re-Lektüren von Goethes zentralem autobiographischen Werk verbunden. Lange wurde dabei vernachlässigt, die vielfältigen Spielarten autobiographischen Schreibens angemessen in den Blick zu nehmen, die Goethe selbst in der ‚Ausgabe letzter Hand‘ unter der Rubrik ‚Autobiographische Schriften‘ zusammengestellt hat.
Die Tagung fragt nach den Verbindungen, die sich auf unterschiedlichen Ebenen zwischen den verschiedenen autobiographischen Schriften zeigen lassen, darüber hinaus fragt sie nach den dichten Vernetzungen zwischen den pragmatischen Textsorten Brief und Tagebuch. Einbezogen werden sollen die Bezüge, die zwischen poetischem und autobiographischem Werk Goethes nicht nur in dem häufig untersuchten Sinne bestehen, dass Goethe rückblickend die Entstehung seiner Dichtung in den Zusammenhang seiner Lebensgeschichte stellt (die selbst zum ‚Werk‘ avanciert), sondern auch im Blick auf die hintergründigen Beziehungen und Interferenzen, die aus den gleichzeitigen und einander wechselseitig beeinflussenden Schreibprozessen resultieren, in denen poetische, historisch-biographische, pragmatische und autobiographische Texte entstehen.
Veranstalter