Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

Der renommierte Literaturwissenschaftler und Mäzen Jan Philipp Reemtsma stellt Christoph Martin Wielands Roman „Geschichte des Weisen Danischmend“ vor.
Wieland selbst sagte einst über seine Hauptfigur: „Mein Danischmende bin ich selbst.“ Der 1775 erschienene Fortsetzungsroman gilt als eines seiner klügsten Werke. Er setzt sich kritisch und humorvoll mit den Aufklärungsgedanken von Jean-Jacques Rousseau auseinander.
Kaum ein Forscher hat sich in den vergangenen Jahren so intensiv um das Erbe Wielands verdient gemacht wie Reemtsma. Als Leiter der Arbeitsstelle für die historisch-kritische „Oßmannstedter Ausgabe“ öffnet er uns den Blick für die Modernität dieses Klassikers.
Jan Philipp Reemtsma, geb. 26.11.1952, Prof. Dr. phil., Gründer und Vorstand der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur und der Arno Schmidt Stiftung, Gründer und bis März 2015 Leiter des Hamburger Instituts für Sozialforschung. Arbeitsschwerpunkte: Literatur des 18. und 20. Jahrhunderts, Zivilisationstheorie, Geschichte der menschlichen Destruktivität.
Zuletzt veröffentlicht: „Sagt, hab ich recht?“. Drei Reden zur Gegenwart alter Probleme (2024); Christoph Martin Wieland. Die Erfindung der modernen deutschen Literatur. Eine Biographie (2023), (als Mitherausgeber) Christoph Martin Wieland: Ein paar Goldkörner oder Was ist Aufklärung. Ein Lesebuch (2022), Helden und andere Probleme. Essays (2020).