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Der Koran ist »groß«, »streng« und »furchtbar« – Manfred Osten und Martin Mosebach im Gespräch zur Aktualität des Goetheschen Islam-Verständnisses im 21. Jahrhundert

Am kommenden Freitag, 11. Dezember, um 18 Uhr diskutieren Manfred Osten und Martin Mosebach im Festsaal des Weimarer Stadtschlosses über die Aktualität des Goetheschen Islam-Verständnisses. Die Klassik Stiftung lädt alle Interessierten herzlich ein. Der Eintritt ist frei, die Teilnehmerzahl aus Gründen des Denkmalschutzes begrenzt.

»Dieses Buch ist völlig Geist« und in seiner »Herrlichkeit nicht von vielen begriffen worden«, urteilte Hugo von Hofmannsthal über Goethes West-östlichen Divan. Exkursionen in den immer wieder missverstandenen Kosmos des großen dichterischen Alterswerks Goethes sind bis heute eine Seltenheit. Martin Mosebach hat sie gewagt und kommt zu dem Ergebnis, der West-östliche Divan sei »so jung, so schaumgeboren« wie er »sich damals (1819) in der Öffentlichkeit präsentierte«. Zum Kosmos des Divans gehört aber auch Goethes Urteil über den Koran. Er sei zwar »groß« und »streng«, aber auch »furchtbar«. Vor diesem Hintergrund hat Goethe schon vor 200 Jahren mögliche Strategien für ein künftiges Gespräch des Westens mit dem Islam aufgezeigt. In Rezitation und Gespräch werden Martin Mosebach und Manfred Osten Goethes Islam-Rezeption beleuchten.

Manfred Osten ist Autor, Jurist und Kulturhistoriker. Er studierte Rechtswissenschaften, Philosophie, Musikwissenschaften und Literatur in Hamburg und München. Nach der Promotion 1969 trat er in den Auswärtigen Dienst ein und war bis 1994 an verschiedenen Botschaften und im Auswärtigen Amt in Bonn tätig. Von 1995 bis 2003 fungierte er als Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung. 2008 erhielt Manfred Osten das Bundesverdienstkreuz. Er ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz.

Martin Mosebach studierte Rechtswissenschaften in Bonn und Frankfurt am Main. Seit 1980 lebt er dort als freier Schriftsteller. Neben Prosa und Lyrik schrieb er Artikel über Kunst und Literatur u.a. für die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung oder die Zeitschrift Sinn und Form und veröffentlichte Hörspiele, Dramen, Libretti und Filmdrehbücher. 2007 erhielt Mosebach den Georg-Büchner-Preis. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Bayerischen Akademie der Schönen Künste sowie der Berliner Akademie der Künste.

Veranstaltungsdaten
Der Koran ist »groß«, »streng« und »furchtbar«
Ein Gespräch von Manfred Osten mit Martin Mosebach zur Aktualität des Goetheschen Islam-Verständnisses im 21. Jahrhundert
Freitag, 11. Dezember 2015 | 18 Uhr
Stadtschloss Weimar | Festsaal
Burgplatz 4 | 99423 Weimar
Der Eintritt ist frei. Aus Gründen des Denkmalschutzes stehen nur 180 Plätze im Festsaal zur Verfügung.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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