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»Der Maler Friedrich Bury. Goethes ›zweiter Fritz‹« – Klassik Stiftung Weimar eröffnet Werkschau im Schiller-Museum

Vom 1. Mai bis 21. Juli 2013 widmet die Klassik Stiftung dem Maler Friedrich Bury (Hanau 1763–Aachen 1823) eine Werkschau im Schiller-Museum. Bury war einer der engsten Künstlerfreunde Goethes während dessen Aufenthalts in Rom und wurde auch von Herzogin Anna Amalia geschätzt und protegiert. Er schuf ein vielfältiges Œuvre, brillante Bildnisse im Spannungsfeld zwischen Klassizismus und Romantik. Anhand von mehr als 100 Gemälden und Grafiken präsentiert die Ausstellung »Der Maler Friedrich Bury. Goethes ›zweiter Fritz‹« den Künstler als Meister von europäischem Rang. Sein Werk ist eine veritable Wiederentdeckung.

Friedrich Bury erhielt seine künstlerische Ausbildung an der Hanauer Zeichenakademie und an der Düsseldorfer Akademie. In Rom wohnte er zusammen mit Johann Heinrich Wilhelm Tischbein und Johann Heinrich Meyer in der Künstlerwohngemeinschaft am Corso, wo er 1786 Goethe kennenlernte. Goethe schätzte den jüngeren Malerfreund Bury, den er – aufgrund von Ähnlichkeiten mit dem Weimarer Fritz von Stein – seinen »zweiten Fritz« nannte. Bury war von Goethes Persönlichkeit fasziniert und blieb ihm sein Leben lang ein treuer Freund. Obwohl sich Burys Hoffnungen auf eine Anstellung am Weimarer Hof letztlich nicht erfüllten, stellen seine Freundschaft mit Goethe, seine Rolle als Reisebegleiter von Anna Amalia auf deren Italienreise (1790–92) sowie sein Weimarer Aufenthalt entscheidende Stationen für seine weitere Malerkarriere dar.

In Weimar und Jena entstanden nicht nur Bildnisse von Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottfried Herder, Johann Gottlieb Fichte und Jean Paul, sondern auch klassizistische Kompositionen mit mythologischen Themen. Als Künstler im engen Umkreis des Berliner Hofes porträtierte Bury die Mächtigen, die Berühmten und die Schönen seiner Zeit mit hoher Meisterschaft, beispielsweise den Reformer Freiherr vom und zum Stein und Gerhard von Scharnhorst, einen gefeierten militärischen Helden der Befreiungskriege. Bury war auch für die Kurfürsten von Hessen-Kassel und die Könige der Niederlande als Porträtist tätig.

Zur Ausstellung erscheint ein reich illustrierter Katalog mit Werkverzeichnis. Er präsentiert erstmals Burys vielseitiges Werk. Mehr als die Hälfte seiner ca. 200 erhaltenen Werke befindet sich in den Sammlungen der Klassik Stiftung Weimar.

Die Ausstellung ist das Ergebnis einer Kooperation der Klassik Stiftung Weimar mit dem Historischen Museum Schloss Philippsruhe Hanau, wo die Ausstellung vom 18. August bis 20. Oktober 2013 zu sehen sein wird. Ausstellung und Katalog wurden großzügig von der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen gefördert.

Ausstellungsdaten
»Der Maler Friedrich Bury. Goethes ›zweiter Fritz‹«
1. Mai bis 21. Juli 2013
Schiller-Museum
Schillerstraße 12 | 99423 Weimar

Katalog
»Der Maler Friedrich Bury (1763–1823). Goethes ›zweiter Fritz‹«
Museen der Stadt Hanau, Klassik Stiftung Weimar (Hrsg.)
240 Seiten, 201 Abbildungen (192 farbig, 9 schwarz-weiß)
Deutscher Kunstverlag, Berlin/München 2013
Museumsausgabe 25 €, Buchhandelsausgabe 29,90 €

Eintritt
Erw. 3,50 € | erm. 2,50 € | Schüler 1 €
Kombi-Ticket Ausstellung und Schillers Wohnhaus
Erw. 8,50 € | erm. 6,50 € | Schüler 2,50 €

Öffnungszeiten
Di–Fr 9–18 Uhr, Sa 9–19 Uhr, So 9–18 Uhr

Führungen
jeden So 11 Uhr
Führungen mit den Kuratoren 2. Mai, 2. Juni, 7. Juli | 11 Uhr

Vorträge zur Ausstellung im Goethe-Nationalmuseum
9. Mai | 18 Uhr | Prof. Dr. Helmut Börsch-Supan, Berlin
13. Juni | 18 Uhr | Prof. Dr. Hermann Mildenberger, Weimar
11. Juli | 18 Uhr | Dr. Katharina Bott, Hanau

Besucherinformation
Stand der Klassik Stiftung Weimar in der Tourist-Information
Markt 10 | 99423 Weimar
TEL +49 (0) 36 43 | 545-400 || FAX +49 (0) 36 43 | 41 98 16
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Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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