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»Die ihr Felsen und Bäume bewohnet…« – Klassik Stiftung Weimar und Verein Grüne Wahlverwandtschaften weihen Steintafel mit Goethe-Epigramm am Römischen Haus ein

Am Donnerstag, 1. November 2012, um 15 Uhr weihen die Klassik Stiftung Weimar und der Verein Grüne Wahlverwandtschaften mit einer kleinen Feier eine neue Steintafel unterhalb des Römischen Hauses ein. Interessierte sind herzlich willkommen.

Die Tafel mit dem Goethe-Epigramm »DIE IHR FELSEN UND BAEUME BEWOHNET…« gehört zu den frühesten Architekturen im Park an der Ilm. Sie wurde 1782 angefertigt. Die für die jetzige Tafel gewählte Textfassung geht auf eine Beilage in einem Brief Johann Wolfgang von Goethes an Karl Ludwig von Knebel vom 5. Mai 1782 zurück. Mit diesem Brief schickte Goethe verschiedene Blätter mit Inschriften, die »…in steinerne Tafeln eingegraben, erscheinen« werden. 1784 erhielten Tafel und Inschrift eine Farbfassung. Laut einer alten Handwerkerrechnung scheint schon 1787 eine neue Tafel angebracht worden zu sein. Im Laufe der Zeit folgen weitere, immer wieder veränderte Varianten, die sowohl im Wortlaut als auch in der Schreibweise und im Schriftbild erheblich voneinander abwichen. Die letzte Steintafel stammte aus dem Jahre 1975. Sie war zuletzt beschädigt und unleserlich geworden.

Die Klassik Stiftung und der Verein Grüne Wahlverwandtschaften hatten sich deshalb dafür eingesetzt, die Tafel wiederherzustellen. Dabei konnte eine der textlichen Urfassung weitestgehend angenäherte Inschriftentafel entworfen und ausgeführt werden. Im Vorfeld erfolgten gründliche Recherchen zum Text, zur Typografie, zum Material, zur Farbfassung und zur Geschichte der Tafel. Auf der Grundlage dieser Forschungsergebnisse entstand eine Gestaltungsvorlage in Originalgröße, nach der ein Steinmetz die neue Tafel aus einem feinkörnigen Sandstein fertigte.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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