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Ein Ort für Wieland – Baubeginn in Oßmannstedt

Für die Sanierung des Wielandgutes in Oßmannstedt bei Weimar fällt
zum 270. Geburtstag von Christoph Martin Wieland am 5. September
offiziell der Startschuß. Bis zum Ende kommenden Jahres soll hier mit Unterstützung durch den Hamburger Wielandforscher Jan Philipp
Reemstma sowie den Freundeskreis des Goethe-Nationalmuseums der zentrale »Wieland-Ort« der Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen entstehen. Dazu gehören ein Museum, das an den Dichter,
Übersetzer und Herausgeber Wieland und seine zentralen Werke –
vor allem den in Oßmannstedt entstandenen Briefroman »Aristipp« –
erinnert und eine Tagungsstätte. Eine Wieland-Forschungsstelle wird
in den kommenden Jahren eine historisch-kritische Ausgabe der Werke Christoph Martin Wielands erarbeiten.
Nach Bauvorbereitungen und ersten denkmalpflegerischen Untersuchungen im Sommer, bei denen Reste originaler roter Stoff-bespannungen und blauer Papiertapeten aus der Wielandzeit freigelegt wurden, beginnt jetzt die grundlegende Instandsetzung der Anlage. Grundmauern und Decken sowie die Fassade müssen saniert, Regenwasserleitungen neu verlegt, Heizung, Elektro- und Sanitäranlagen erneuert werden. Hinzu kommen Arbeiten an den Naturstein- und Holzfußböden sowie funktionelle Umbauten. Für die Finanzierung
steuern Jan Philipp Reemstma und der Freundeskreis des Goethe-Nationalmuseums 665 000 Euro bei. Weitere 665 000 Euro stellt der Bund
über sein Förderprogramm »Kultur in den neuen Ländern« bereit.
Insgesamt werden für den Ausbau des Gutes, auf dem der Dichter
Christoph Martin Wieland von 1797 bis 1803 als »poetischer Landjunker« lebte, rund 1,72 Millionen Euro gebraucht.

Den Startschuß für den Bau geben der Freundeskreis des Goethe-Nationalmuseums, Professor Jan Philipp Reemtsma und Stiftungspräsident Hellmut Seemann am 5. September, 10.30 Uhr, in Oßmannstedt.
Zuvor, 10 Uhr, lädt der Freundeskreis des Goethe-Nationalmuseums
zu einer Kranzniederlegung am Wielandgrab ein.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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