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Interdisziplinäre Ringvorlesung »Goethes ‚Wahlverwandtschaften’ und das Ereignis Weimar-Jena« startet am 28. Oktober – Enge Kooperation von Friedrich-Schiller-Universität, Klassik Stiftung Weimar und Goethe-Gesellschaft

Im Oktober 2009 werden Goethes „Wahlverwandtschaften“ 200 Jahre alt. Die in enger Zusammenarbeit von Friedrich-Schiller-Universität Jena (Sonderforschungsbereich 482), Klassik Stiftung Weimar und Goethe-Gesellschaft konzipierte Ringvorlesung »Goethes Wahlverwandtschaften’ und das Ereignis Weimar-Jena« startet am Dienstag, 28. Oktober 2008, 18 Uhr. Den Auftakt bildet der Vortrag „Goethes ‚Wahlverwandtschaften’ - neu gelesen“ des Jenaer Germanisten Prof. Dr. Klaus Manger. Die Veranstaltungsreihe findet im Wintersemester von 18 Uhr bis 20 Uhr in den Rosensälen der Friedrich-Schiller-Universität sowie an drei Terminen im Festsaal des Goethe-Nationalmuseums in Weimar statt. Alle Interessierten sind zu diesen Vorträgen bei freiem Eintritt eingeladen.

Informationen über das gesamte Programm des „Wahlverwandtschaften“-Projektes (A. Ausstellung; B. Ringvorlesung; C. Tgaung; D. Lesungen) können unter www.uni-jena.de/ereignis/prwave/pwv.html eingesehen werden.

Die Ringvorlesung des Sonderforschungsbereichs 482 „Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800“ der Friedrich-Schiller-Universität Jena geht dem poetischen Experiment und dem thematischen Engagement dieses vieldeutigen und verstörenden Werkes nach. Sie will die Spannungen herausarbeiten, die dieser Roman in sich trägt, will ihn in nicht nur fachspezifisch, sondern – in gemeinsamer Erkenntnisanstrengung – fachübergreifend aufschließen. Mit Goethe zu sprechen: „Es gilt also auch hier was bei so vielen andern menschlichen Unternehmungen gilt, daß nur das Interesse mehrerer auf Einen Punct gerichtet etwas Vorzügliches hervorzubringen im Stande sei.“ Die Ringvorlesung betrachtet den Roman als einen Teil des kulturellen Ereignisses um 1800, das sich mit den Namen Weimar und Jena verbindet, und zugleich als eine Form seiner künstlerischen Selbstreflexion.

Im Ereignisraum Weimar-Jena sind um 1800 neue Möglichkeiten für die Gestaltung literarischer Kunstwerke wie für deren Erklärung und Interpretation erschlossen worden. Hier entstehen Goethes »Wahlverwandtschaften«, die Naturforschung und Wissenschaftsgeschichte, Zeitdiagnostik und Gesellschaftsanalyse, Anthropologie und Psychologie in einer komplexen dichterischen Formensprache verknüpfen. Der Roman steht damit wie kein anderes Werk des beginnenden 19. Jahrhunderts im Spannungsfeld von Kunst und Literatur, Philosophie und Wissenschaften.

 
Veranstaltungsdaten
Ringvorlesung »Goethes ‚Wahlverwandtschaften’ und das Ereignis Weimar-Jena«
„Goethes ‚Wahlverwandtschaften’ - neu gelesen“
Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Klaus Manger
Dienstag, 28. Oktober 2008 | 18 Uhr
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Rosensäle, 1. Etage
Fürstengraben 27
07743 Jena

Eintritt frei

Ansprechpartner
Dr. Helmut Hühn
Sonderforschungsbereich 482 der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Humboldtstr. 34
07743 Jena
Tel.: 03641 / 944054
Tel.: 03641 / 944050 (Sekretariat)
E-Mail: h.huehn@uni-jena.de


Für weitere Informationen steht Ihnen Saskia Helin unter den Telefonnummern 03643 | 545-113 und 0172 | 79 999 59 zur Verfügung.

 

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

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