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Ein Bild der Performance „Farzane” © Yavor Minchev.© Yavor Minchev.
12.07.2023

Performances im Rahmen der Ausstellung Walle! walle*

Zeitgenössische Kunst in Goethes Wohnhaus

Acht Interventionen und Performances bringen zeitgenössische Kunst in Goethes Wohnhaus. Beginnend am Samstag, 15.07.23, bis Freitag, 06.10.23, finden im Rahmen der Ausstellung „Walle! walle* Zeitgenössische Kunst in Goethes Wohnhaus“ Interventionen bzw. Performances statt. Gestaltet und präsentieret werden sie von den internationalen Künstler*innen Arijit Bhattacharyya, Farzane Vaziritabar und Lea Maria Wittich.

„Walle! walle*“ greift den Zauberspruch aus Goethes „Zauberlehrling“ auf, um vor dem Hintergrund der aktuellen globalen Herausforderungen den Wechselbeziehungen von menschheits- und naturgeschichtlicher Zeitlichkeit nachzugehen: Welche Macht hat Kunst in Zeiten existenzieller Bedrohung, wie sie in unserer Gegenwart auf vielen Ebenen weltweit spürbar ist? Welche Macht hat sie angesichts der dramatischen Folgen der Zerstörung der Natur, in sozialen und politischen Krisen, in der Erschütterung vermeintlicher Gewissheiten durch Verweise auf Rassismus, Kolonialismus oder Geschlechterhierarchien?

Literatur, Kunst und Forschung prägten Goethes Haus. Durch die Interventionen von Danica Dakić, Arijit Bhattacharyya, Farzane Vaziritabar und Lea Maria Wittich wird es vorübergehend wieder zu einem Ort der Gegenwartskunst. Die Arbeiten entstanden in Auseinandersetzung mit dem Ort, seiner Geschichte und mit Goethes Sammlungen.

Veranstaltungstermine:
Goethe-Nationalmuseum
Frauenplan 1 | 99423 Weimar

Intervention | Farzane Ludovisi / Between Here and There
Farzane Vaziritabar,
Sa, 15. Juli | 9.30 Uhr | ca. 1,5h
So, 16. Juli | 9.30 Uhr | ca. 4,5h

Lecture Performance | Suite der steinernen Souvenirs | Suite of Lithic Souvenirs

Lea Maria Wittich
Di, 18. Juli | 15.30 Uhr | ca. 1h (auf Deutsch)
Di, 18. Juli | 16.30 Uhr | ca. 1h (in English)

Performance | Abwesende Geschichten und verbotene Narrative
Arijit Bhattacharyya
Fr, 25. August | 12.00 Uhr | ca. 1-1,5h
Fr, 6. Oktober | 12.00 Uhr | ca. 1-1,5h

Lecture Performance | Suite der steinernen Souvenirs | Suite of Lithic Souvenirs
Lea Maria Wittich
Fr. 6. Oktober | 14.30 Uhr | ca. 1h (auf Deutsch)
Fr. 6. Oktober  | 15.30 Uhr | ca. 1h (in English)

Gefördert durch die SV SparkassenVersicherung.

Biografien:
Arijit Bhattacharyya
wurde 1994 in Bally, Indien, geboren und lebt und arbeitet in Weimar. Derzeit lehrt er an der Bauhaus-Universität Weimar im internationalen Masterstudiengang Public Art and New Artistic Strategies. Bhattacharyya hat einen Master-Abschluss in Bildender Kunst von derselben Universität sowie einen weiteren Master-Abschluss in Bildender Kunst von der Maharaja Sayajirao University of Baroda, Indien.

Farzane Vaziritabar wurde 1987 geboren und ist eine iranische Künstlerin, die in Deutschland lebt. Sie machte ihr Diplom in Malerei an der Schule für visuelle Künste in ihrer Heimatstadt Yazd, Iran, und erwarb einen Bachelor in Bildhauerei sowie einen Master in Kunstwissenschaften an der Universität Teheran. Im Jahr 2021 schloss sie ihren internationalen Masterstudiengang für Kunst im öffentlichen Raum und neue künstlerische Strategien an der Bauhaus-Universität in Weimar ab. Ihre Arbeit umfasst verschiedene Medien, darunter Skulptur, Installation, Video, Performance, Cartoons und Zeichnungen, mit einem Schwerpunkt auf Erzählung, Identität, Ort und Raum. Sie hat ihre Werke weltweit in Einzel- und Gruppenausstellungen und öffentlichen Interventionen ausgestellt.

Lea Maria Wittich wurde 1994 geboren und  beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit Fragen der sozialen und ökologischen Gerechtigkeit und der Koexistenz von menschlichen und nicht-menschlichen Akteur*innen. In ihren konzeptuellen Arbeiten, die auf intensiver „zufälliger“ Recherche beruhen, verwendet sie verschiedene Medien, insbesondere Kleidung, Objekte und Performance und verortet diese in ortsspezifischen Kontexten. Sie studierte Mode an der Universität der Künste Berlin sowie "Kunst im öffentlichen Raum und neue künstlerische Strategien“ an der Bauhaus-Universität Weimar.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.