Zurück zur Übersicht

Projekt »Pilot Inklusion« in Weimar – Kulturinstitutionen beraten am Beispiel des Stadtschlosses über inklusive Ansätze in Museen

Von Sonntag bis Dienstag, 23. bis 25. April, findet in Weimar das fünfte Arbeitstreffen des Projektes »Pilot Inklusion« statt. In dem Projekt entwickelt die Klassik Stiftung Weimar gemeinsam mit Kooperationspartnern ein modulares Vermittlungskonzept zu Inklusion und Barrierefreiheit in Ausstellungen und Sammlungen. Projektträger von »Pilot Inklusion« ist die Bundeskunsthalle Bonn. Neben der Klassik Stiftung sind das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg sowie die Städtischen Museen Freiburg Partner im Projekt, das durch den Bundesverband Museumspädagogik e.V. sowie durch den Verein Blinde und Kunst unterstützt wird.

Zweimal jährlich treffen sich die am Projekt beteiligten Museen und Vereine, um Fragestellungen der Inklusion in Bezug auf museale Themen zu diskutieren. In Weimar beraten sie am Beispiel des Weimarer Stadtschlosses über inklusive Ansätze in historischen Gebäuden. Die Einzelprojekte der teilnehmenden Institutionen sollen exemplarisch verdeutlichen, wie eine Verbesserung der kulturellen Teilhabe für alle Museumsbesucher unter Berücksichtigung ihrer Vielfältigkeit möglich ist. Ziel des seit 2015 laufenden und auf drei Jahre angelegten Projektes ist nicht nur die Entwicklung neuer Modelle, sondern die Definition der dazu benötigten Prozesse innerhalb der Institutionen.

Bei einem Fototermin stellte die Klassik Stiftung die im Rahmen des Projektes entstandenen sogenannten »Matroschka-Hocker« in verschiedenen Größen und Materialien als besondere Sitzgelegenheiten für Besucher des Schlossmuseums vor. Mit den Hockern soll erprobt werden, wie Informationen und Erkenntnisse zu ästhetisch-kulturellen und sozialen Diskursen über Sitzmöbel vermittelt werden können. Die Besucher können so spielerisch testen, wie sich verschiedene Sitzvarianten anfühlen, von ihrer Bequemlichkeit bis hin zu den in ihnen ausgedrückten hierarchischen Strukturen. Während der größte Sitzkubus beispielsweise weich gepolstert und mit kostbarem Samt überzogen ist, ist der kleine Hocker schlicht mit einer Holzplatte bedeckt. Die verwendeten Materialien sind eng an die historischen Vorbilder angelehnt und bieten dadurch die Möglichkeit, die Stoffe zu ertasten, die sonst nur an den historischen Objekten betrachtet werden können.

»Pilot Inklusion« wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages sowie der Aktion Mensch und der Kämpgen Stiftung.

Das Bild im Anhang kann im Rahmen der aktuellen Berichterstattung und unter der Angabe © Klassik Stiftung Weimar kostenfrei verwendet werden.

Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

Der Internetauftritt der Klassik Stiftung Weimar verwendet Cookies, um Ihnen einen optimalen Service zu bieten. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden. Zur Datenschutzerklärung

Verstanden