Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

„Bauhaus und Nationalsozialismus“ ist Anwärterin für Ausstellung des Jahres 2024
Die Ausstellung „Bauhaus und Nationalsozialismus“ der Klassik Stiftung Weimar ist für den ART-Kuratorenpreis für die Ausstellung des Jahres 2024 nominiert. Gemeinsam mit 11 anderen Ausstellungen zählt sie damit bereits jetzt zu den Besten im deutschsprachigen Raum.
Das größte europäische Kunstmagazin ART ehrt mit dem Preis jährlich die herausragendsten Ausstellungskuratoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Welche der zwölf nominierten Ausstellungen den Preis für die Ausstellung des Jahres 2024 gewinnt, wird am 10. April 2025 in Köln bekannt gegeben.
Dr. Annette Ludwig, Direktorin der Museen der Klassik Stiftung Weimar: „Die Nominierung zu dieser besonderen Auszeichnung ist eine großartige Würdigung der Arbeit unseres gesamten Teams. Zugleich ist sie freudiger Ansporn, weiterhin Themen, die nicht zuletzt auch dezidiert zur Demokratiebildung beitragen, in Ausstellungen aufzubereiten. „Bauhaus und Nationalsozialismus“ war die erste umfassende, kritische Schau zur komplexen Beziehungsgeschichte von Bauhaus-Angehörigen in und zur NS-Diktatur, die Legenden entlarvte, exemplarisch Brüche, Verflechtungen und Kontinuitäten aufzeigte und die Lücke zwischen der öffentlichen Wahrnehmung des Bauhauses und dem neusten Forschungsstand schloss. Das fand große Anerkennung bei unseren 83.000 Gästen, aber auch bei der nationalen wie internationalen Presse, was uns sehr freut.“
Die von Anke Blümm, Patrick Rössler und Elizabeth Otto kuratierte dreiteilige Ausstellung war vom 8. Mai bis 15. September 2024 im Rahmen des Themenjahres Auf/Bruch der Klassik Stiftung Weimar zu sehen. Vor dem Hintergrund des Thüringer Wahljahres 2024 zeigte sie das widersprüchliche Verhältnis zwischen dem modernen Bauhaus und dem nationalsozialistischen Regime.
Auf Basis umfangreicher Forschung präsentierte die Ausstellung neue, auch unbequeme Perspektiven auf die Bauhaus-Geschichte. Im Museum Neues Weimar, im Bauhaus-Museum und im Schiller-Museum wurden rund 450 Kunst- und Designobjekte aus Privatsammlungen und renommierten Museen in Europa und den USA gezeigt. Neben den künstlerischen und politischen Konflikten wurden besonders die persönlichen Gratwanderungen der Bauhäusler*innen angesichts der neuen politischen Verhältnisse nach 1933 herausgearbeitet.
Ausstellungskatalog
Der Katalog zur Sonderausstellung „Bauhaus und Nationalsozialismus“, herausgegeben von Anke Blümm, Elizabeth Otto und Patrick Rössler für die Klassik Stiftung Weimar, bündelt neueste internationale Forschungsergebnisse zur Tätigkeit ehemaliger Bauhaus-Angehöriger vor und nach 1933. Der Katalog ist im Hirmer Verlag erschienen und kann hier bestellt werden.
Bildnachweis
Ausstellungsimpression „Bauhaus und Nationalsozialismus“ im Schiller-Museum Weimar © Klassik Stiftung Weimar, Foto: Thomas Müller