Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

Ein Opern-Pasticcio über Musen, Acker und Bankrott
Nicht nur wir erleben Krisenzeiten. Die Zeit am Ende des 18. und Beginn des 19. Jahrhunderts war geprägt von Kriegen, der schwersten Klimakatastrophe der letzten Jahrhunderte und damit verbundenen Wirtschaftskrisen. In dieser Zeit verwandelte der in der Kindheit von Goethe geprägte und vielfach künstlerisch tätige Carl von Stein das Rittergut Kochberg mit Mut, Energie und Ideenreichtum von 1796–1830 in einen Musenhof mit Landschaftspark und Theater und schuf ein Gesamtkunstwerk: eine einzigartige Symbiose von Landwirtschaft/Ökonomie, Natur und Kunst. Dieses Zeugnis von Lebenskunst, in dem wir heute in respektvoller Nachfolge wirken, machen wir zum Thema eines eigens dafür entwickelten Opern-Pasticcios.
Die Texte basieren u. a. auf Carls Lebens-erinnerungen und Briefen. Die Musik ist von Komponisten des 18. und frühen 19. Jahrhunderts und Singspielen aus Carls Umfeld entlehnt. Albert Methfessel komponierte speziell für Carls Liebhabertheater, in dem das Opern-Pasticcio nun zu erleben ist.
Rezension von Dr. Claudia Behn
Mit Musik von Jean-Philippe Rameau, Georg Philipp Telemann, Joseph Haydn, Georg Anton Benda, Franz Benda, Felix Mendelssohn Bartholdy, Johann Adam Hiller, Antonio Rosetti, Ernst Wilhelm Wolf, Carl Maria von Weber, Traugott Maximilian Eberwein, Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar und Albert Methfessel
Text: Nils Niemann
Schauspiel: Harald Arnold
Sopran: Janina Mae Dettenborn
Tenor: Christopher B. Fischer
lautten compagney BERLIN
Musikdramaturgie: Wolfgang Katschner
Musikalische Leitung: Birgit Schnurpfeil
Regie und Dramaturgie: Nils Niemann
Kostüme: André Markov
Produktion: Silke Gablenz-Kolakovic
Koproduktion des Liebhabertheaters Schloss Kochberg– Theater an der Klassik Stiftung Weimar mit der lautten compagney BERLIN