Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

Goten, Helden und finstere Strategen: Das Goethe- und Schiller-Archiv birgt die Handschrift zu Felix Dahns Bestseller „Ein Kampf um Rom“. Der Vortrag stellt den historischen Roman in seinen Grundzügen und seinen Autor, den Rechtshistoriker Felix Dahn, vor.
Das Goethe- und Schiller-Archiv birgt viele literaturhistorische Überraschungen. Zu ihnen zählt auch die Handschrift des wohl erfolgreichsten Longsellers der deutschen Literatur: Felix Dahns (1834–1912) „Ein Kampf um Rom“ von 1876. Der Roman erzählt auf Grundlage der „Gotenkriege“ des byzantinischen Historikers Prokop die Geschichte vom Untergang des Gotenreichs in Italien nach Theoderichs Tod zwischen 526 und 552. Er ist ein spannungsreicher und zugleich blutiger Bilderbogen mit tapferen Helden und schillernden Schurken, mit engelsgleichen Gattinnen und dämonischen Machtweibern, mit unschuldigen Mädchen und finsteren Strategen des Untergangs. Und so spielte das vielfach übersetzte Buch einerseits auch eine prominente Rolle in der Ideen- und Ideologiegeschichte des Nationalismus und Germanenkults in Deutschland und erscheint auf der anderen Seite wie ein Laboratorium der Fantasy-Welten des modernen Kinos. Der Vortrag stellt den Roman in seinen Grundzügen und dessen Autor, den bedeutenden Rechtshistoriker Felix Dahn, vor. Im Rahmen der Veranstaltung wird auch die originale Handschrift präsentiert.