Gerhard Marcks

Frühe Holzschnitte des Bauhaus-Meisters aus der Sammlung HHW

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Sonderausstellung

Die Sonderausstellung nimmt das Motto des Themenjahrs 2026 Öffnen zum Anlass, um 29 herausragende frühe Holzschnitte von Gerhard Marcks aus einer erst kürzlich akquirierten Schenkung erstmals öffentlich zu zeigen. Die Präsentation wird ergänzt durch Keramiken aus der Weimarer Bauhaus-Sammlung.

Die Donatoren, das Sammler-Ehepaar Dr. Herbert und Hildegard Wippel, erwarben über Jahrzehnte mit großem Sachverstand exquisite Blätter. Der großzügige Neuzugang umfasst insgesamt 90 Grafiken von Gerhard Marcks und Lovis Corinth. Mit 69 Holzschnitten von Gerhard Marcks bildet er die zweitgrößte Sammlung von Druckgrafik des Künstlers aus seiner Bauhaus-Zeit.

Der Bildhauer Gerhard Marcks wurde bereits 1919 von Walter Gropius an das Staatliche Bauhaus berufen und leitete bis 1925 die äußerst produktive Keramik-Werkstatt der Schule. Deren Bedeutung zeigt sich auch in den über 90 keramischen Objekten der historischen Bauhaus-Sammlung im Bauhaus-Museum Weimar. Marcks vermittelte seinen Schüler*innen jedoch keine Grundlagen des keramischen Handwerks, sondern widmete sich weiter der freien Kunst als Bildhauer, zeichnete und skizzierte Landschaften, Menschen und Tiere. Schnell schloss der Künstler enge Freundschaft mit Lyonel Feininger, welcher der Druckwerkstatt des Bauhauses vorstand. Feininger inspirierte Marcks zur Auseinandersetzung mit dem Holzschnitt. Neben seinem plastischen Werk schuf Marcks ein umfassendes druckgrafisches Oeuvre. Die Werke aus der frühen Bauhaus-Zeit zeigen die ländliche Lebenswelt des Künstlers in Dornburg, wo die Keramikwerkstatt des Bauhauses angesiedelt war. Andere Arbeiten behandeln klassische Themen, wie Das Urteil des Paris oder widmen sich dem Sagenschatz der frühen Edda.

Titelbild: Gerhard Marcks (1889 – 1981), Wintertraum (auch: Neuschnee), 1924, Holzschnitt, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026.

Eröffnung

Die Ausstellungseröffnung findet am 20. August statt.

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