Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

Vortrag von Prof. Dr. Eckart Förster (Baltimore)
Berühmt ist das Gespräch, das Goethe und Schiller 1794 in Jena über die Urpflanze führten. Wie hätte wohl, wären sie sich begegnet, ein entsprechendes Gespräch Goethes mit Kant ausgesehen?
Sich das vorzustellen, hat einen besonderen Reiz: Einerseits waren Kant und Goethe philosophische Antipoden – was für Goethe in der Naturerkenntnis das „Höchste“ war, war für Kant eine „Grille“, ein „Hirngespinst“ – andererseits waren sie die hervorragendsten Vertreter der jeweiligen, sich gegenüberstehenden Positionen. Wie hätte ein Dialog zwischen beiden ausgesehen, in welchem sie ihre besten Argumente austauschten und sich gegenseitig von ihren jeweiligen Positionen zu überzeugen suchten? Der Vortrag gibt darauf eine mögliche Antwort.
Eckart Förster war von 1996 bis 2003 Ordinarius für Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und lehrte anschließend bis zu seiner Emeritierung 2021 als Professor of Philosophy, German, and the Humanities an der Johns Hopkins University in Baltimore. Zuvor hatte er in Oxford, Harvard und Stanford gelehrt, ergänzt durch zahlreiche Gastprofessuren in Nord- und Südamerika. Zudem ist er Honorarprofessor für Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Moderation: Dr. Helmut Hühn (FSU Jena)