Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

Im Rahmen der Veranstaltung „Wo die Citronen glüh'n: Villa Massimo zu Gast in Weimar“ spricht auf Einladung des Freundeskreises des Goethe-Nationalmuseums e.V. Prof. Dr. Stephan Oswald, Bologna, über Rückkehr nach Rom. Auswärtige Kulturförderung der jungen Bundesrepublik – eine Spurensuche in der Villa Massimo.
Fast auf den Tag genau vor 70 Jahren wurde beim Staatsbesuch von Konrad Adenauer in Rom die Villa Massimo nach dreizehnjähriger Unterbrechung ihrer Tätigkeit an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs hatte die Deutsche Akademie, wie sie offiziell hieß, ihren Betrieb eingestellt und im Hauptgebäude die Luftwaffe ein Offizierskasino eingerichtet. Nach Kriegsende wurde der gesamte Komplex von Italien als feindliches Vermögen beschlagnahmt und unter staatliche Sequesterverwaltung gestellt.
Es war ein mühsamer Prozess, die inzwischen von italienischen Künstlern übernommene Anlage wieder für deutsche Stipendiaten freizumachen, und zugleich in der entstehenden Bundesverwaltung eine angemessene institutionelle Anbindung zu finden. Der Autor schildert diesen Prozess in einer Fülle von Details, gestützt auf umfangreiche Archivstudien. Verbunden mit einer Reihe von Porträts der wichtigsten Personen, die beim Wiederbeginn der Aktivität eine Rolle spielten, entsteht ein lebendiges Panorama der Adenauerzeit.
Der Eintritt ist frei. Interessenten sind herzlich eingeladen.
Stephan Oswald: dt. Schriftsteller und Literaturwissenschaftler (Jg. 1950), lehrte an der Universität Parma deutsche Sprache und Literatur, lebt in Bologna. Letzte Publikation: Im Schatten des Vaters. August von Goethe. Eine Biographie (2023).
Das Programm des Festivals finden Sie hier.
Und hier gelangen Sie zur Website des Freundeskreises des Goethe-Nationalmuseums e.V.