1. Eintritt frei
Lesung

Weibliche Autorschaft zwischen Weimar und Schweden.

Amalie von Imhoff | Amalie von Helvig

Zu Lebzeiten prägte sie Weimar und andere intellektuelle Zentren in Deutschland und Schweden. Anlässlich ihres 250. Geburtstages stellen Jules Kielmann und Delf Lützen die Werke von Amalie von Imhoff | Amalie von Helvig vor.

Amalie von Helvig, geborene von Imhoff (1776–1831), begann ihre Karriere als Schriftstellerin im klassischen Weimar des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Dort entstanden viele ihrer Werke. Sie war Dichterin, Übersetzerin, Kunstkritikerin, Literaturvermittlerin, Salonnière und brilliante Netzwerkerin. Neben Weimar prägte sie auch Berlin, Heidelberg, Uppsala und Stockholm literarisch. Ungeachtet der Bekanntheit, die Helvig zu Lebzeiten genoss, verschwand die Autorin bereits nahezu vollständig aus der Literaturgeschichtsschreibung beider Länder. 

Zu ihrem 250. Geburtstag lädt die Klassik Stiftung Weimar ein, die Werke der Schriftstellerin gemeinsam mit Jules Kielmann und Delf Lützen neu zu entdecken. Zusammen haben die beiden in der Reihe Edition FONTE des Wehrhahn Verlags eine Auswahl ihrer Texte herausgegeben, die die Vielseitigkeit der Autorin zeigen. Der am 7. Juli 2026 erschienene erste Band stellt einen Bezug zur Literatur und Kultur der Antike sowie zur zeitgenössischen Dichtung Weimars her. Der für Herbst angekündigte zweite Band beschäftigt sich mit der Rezeption des germanischen Mittelalters, mit Sagen, Legenden und Märchen sowie mit patriotisch orientierten Schriften im Zuge der Napoleonischen Kriege. 

Jules Kielmann studierte Neuere deutsche Literatur und Skandinavistik in Freiburg. 2023 wurde sie mit der Arbeit Wechselwirkungen. Geschlecht, Nation und Autorschaft im Werk Amalie von Helvigs (2025 erschienen im Winter-Verlag) an der Universität Uppsala im Fach Literaturwissenschaft promoviert. Ihre Dissertation wurde von der Schwedischen Akademie ausgezeichnet, zudem erhielt sie den Förderpreis „Geschlechteraspekte im Blick 2026“ der Universität Jena. Seit September 2024 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Germanistische Literaturwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 

Delf Lützen studierte Lateinische Philologie und Germanistik mit dem Profil Lehramt in Kiel. Seine Abschlussarbeit verfasste er zu Amalie von Imhoff und die Weimarer Klassik. Weibliche Autorschaft und Antikerezeption. Seit Mai 2025 hat er ein Promotionsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes und verfolgt das Dissertationsprojekt: Schriftstellerinnen der Weimarer Klassik. Antikenrezeption und weibliche Autorschaft im 18. Jahrhundert.

Studienzentrum der Herzogin Anna Amalia Bibliothek

Platz der Demokratie 4
99423 Weimar
Deutschland

Bücherkubus

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