Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

Lesung und Vortrag mit Jan Röhnert in der Reihe "Lesen! Buchvorstellungen in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek"
Was bedeutet „Wildnis“ heute – romantische Projektion oder Hoffnung auf ökologische und seelische Erneuerung? In seinem poetischen Essay Wildnisarbeit. Schreiben, Tun und Nature Writing, erschienen 2025 im Arco Verlag, Wuppertal, verbindet Jan Röhnert Nature Writing mit praktischer Erkundung: Seine Texte führen in Leipziger Brachen, die Elbtalaue und an einen Streuobsthang in Ostthüringen. Dort begegnet er Menschen und Orten, an denen Schreiben und Handeln untrennbar zusammengehören. Röhnerts Essay ist eine vielschichtige Erkundung des Wilden als Prozessraum – jenseits von Planung und Vorhersagbarkeit. Ein begleitender Traktat verortet das Schreiben zurück bei den Elementen: Wasser, Stein, Baum – als reale wie poetische Größe.
Jan Röhnert (1976) ist Literaturwissenschaftler und Professor an der TU Braunschweig. Seine Theorie des Nature Writing hat er bereits in Vom Gehen im Karst (2021) und Karstwärts (2024) entfaltet. Auch Wildnisarbeit denkt Natur nicht als Kulisse, sondern als offenen Möglichkeitsraum – ein Zusammenspiel von Sprache, Ort und Verantwortung.
Moderation: Romina Nikolić
Jan Röhnert
Wildnisarbeit
Schreiben, Tun und Nature Writing
Wuppertal: Arco Verlag 2025