Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

Instandsetzung von Fenster und Dächern
Die Museumsbauten des Goethe-Nationalmuseums bestehen aus insgesamt fünf Gebäuden beziehungsweise Gebäudeteilen, die sich östlich an Goethes Wohnhaus anschließen. Am Übergang vom Frauenplan zur Seifengasse entstand 1914 als erstes Gebäude der sogenannte Sammlungsbau. Rund zwanzig Jahre später, im Jahr 1935, wurde der deutlich größere Museumsbau hinzugefügt. Er verbindet seither die Seifengasse mit der Ackerwand und richtet sich mit seiner Hauptfassade zu den Gärten des Goethe-Wohnhauses. Das Ensemble der Museumsbauten wurde in den 1980er und 1990er Jahren unter Einbeziehung weiterer kleiner Gebäude umfassend um- und ausgebaut. Die letzte große Erweiterung und Modernisierung stand in engem Zusammenhang mit der Ernennung Weimars zur Kulturhauptstadt Europas im Jahr 1999.
Mit den Instandhaltungsmaßnahmen im Rahmen des Sonderprogramms „Dach und Fach“ sollen in erster Linie die knapp 200 Fenster gewartet und saniert werden, wobei ein Augenmerk auf der ovalen Glaskuppel über dem geschwungenen Treppenhaus liegt, die während der letzten großen Umbauphase entstand. Darüber hinaus müssen viele der kleinteiligen Schiefer-, Biber-, Blech-, Preolitschindel- und Flachdächer abgedichtet, repariert, gepflegt oder erneuert werden. Die große Anzahl kleinteiliger Fassaden und Dachflächen sowie das reiche Spektrum an Fensterformen und Fensterkonstruktionen, die während des laufenden Betriebes instandgesetzt werden, bedürfen einer umsichtigen Planung und Abstimmung und stellen neben den bautechnischen Besonderheiten eine zusätzliche Herausforderung dar. Aus diesem Grund und aus Rücksicht auf Besucher und Mitarbeiter werden die Arbeiten in kleinen Abschnitten und über einen längeren Zeitraum durchgeführt.
Baubeginn: September 2025
Fertigstellung: Ende 2027
Die Maßnahme wird im Rahmen des Sonderprogramms „Dach und Fach“ der Klassik Stiftung Weimar durchgeführt und durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) finanziert.

Architekten: WPB Planungsgesellschaft mbH & Co. KG (Weimar)
Tragwerksplaner: Ingenieurbüro Dipl.-Ing. T. Rauch (Weimar)