Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

Das Goethe- und Schiller-Archiv ist nicht nur ein Ort der Lektüre, der Recherche und des Aktenstudiums, sondern auch ein lebendiger Ort des Austauschs und der kulturellen Bildung. In verschiedenen Veranstaltungsformaten präsentiert das Goethe- und Schiller-Archiv seine Bestände und kommt im Rahmen von Vorträgen und Kolloquien mit Expert*innen und dem interessierten Publikum ins Gespräch.
16. Mai 2026 | 18 - 23 Uhr
letzter Einlass um 22.30 Uhr
Zur Langen Nacht der Museen öffnet das Goethe- und Schiller-Archiv von 18 bis 23 Uhr seine Türen und lädt zu einem abwechslungsreichen Abend für Kulturinteressierte, Familien und Nachtschwärmer ein. Die Museumsnacht beginnt stimmungsvoll mit einem Jazzkonzert auf der Terrasse des Archivs – mit einem der schönsten Ausblicke über Weimar. Neben der Sonderausstellung „Zwischen Ordnung und Verlust. Die Entstehung der Marke Goethe“ erwarten die Besucher:innen Führungen zur Geschichte des Hauses sowie geführte Rundgänge durch die Ausstellung. Im Vortragssaal informiert zudem der Kurzfilm „KI trifft Handschrift“ über aktuelle Projekte im Archiv, darunter das große Forschungsprojekt PROPYLÄEN. Für Kinder und Familien gibt es Mitmachangebote und eine spannende Rallye auf den Spuren Friedrich Justin Bertuchs. Nähere Informationen zum Programm finden Sie hier.

Dienstag, 06. Oktober 2026, 17 Uhr, Vortragssaal GSA
Vortrag von Prof. Dr. em. Christa Jansohn, Bamberg
Adolph Menzel (1815-1905) – bekannt geworden vor allem mit Bildern aus dem Leben Friedrichs des Großen – war einer der erfolgreichsten und faszinierendsten Künstler des 19. Jahrhunderts und mit rund 15.000 Gemälden, Druckgraphiken, Zeichnungen und um die 70 Skizzenbücher sowie zirka 2.200 Briefen bei weitem auch einer der produktivsten. Nur äußerst selten wird darauf verwiesen, dass zu seinem Schaffen auch einige Shakespeare-Arbeiten gehören.
Der Vortrag möchte versuchen, diese Lücken zu schließen, indem Menzels Shakespeare-Werke genauer vorgestellt und in den kulturellen Kontext der Zeit eingeordnet werden. Zudem wird auf die Wirkungsgeschichte dieser Werke in Deutschland und im englischsprachigen Raum eingegangen.

Mittwoch, 28. Oktober 2026, 19 Uhr, Vortragssaal GSA
Vortrag von Prof. Dr. Holger Zaunstöck, Stabsstelle Forschung der Franckeschen Stiftungen
In der Literatur zu Johannes Daniel Falk (1768–1826) wird ein prägender Bezug zu August Hermann Francke (1663–1727) hergestellt. Dies war Motivation, einmal eingehender danach zu fragen, welche Beziehungen sich zwischen den Franckeschen Stiftungen in Halle und der Stadt Weimar im langen 18. Jahrhundert aufzeigen lassen. Sichtbar werden Geschichten mit überraschenden Einblicken und Bezügen. Diese lassen sich über einen roten Faden zu einer Geschichte zusammenbinden, die noch nicht erzählt ist. In ihr begegnen bekannte, weniger bekannte und unbekannte Akteurinnen und Akteure – von Francke bis Falk.

20. März 2026 - 13. Dezember 2026
Vor 25 Jahren ernannte die UNESCO Goethes handschriftlichen Nachlass zum Weltdokumentenerbe. Eine aus diesem Anlass präsentierte Ausstellung verdeutlicht Goethes beeindruckende Strategien, um sein Erbe lebendig zu halten.
