Vorhaben der Klassik Stiftung Weimar werden gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Thüringen, vertreten durch die Staatskanzlei Thüringen, Abteilung Kultur und Kunst.

Das Goethe- und Schiller-Archiv ist nicht nur ein Ort der Lektüre, der Recherche und des Aktenstudiums, sondern auch ein lebendiger Ort des Austauschs und der kulturellen Bildung. In verschiedenen Veranstaltungsformaten präsentiert das Goethe- und Schiller-Archiv seine Bestände und kommt im Rahmen von Vorträgen und Kolloquien mit Expert*innen und dem interessierten Publikum ins Gespräch.
23. April 2026, 17 Uhr, Vortragssaal GSA
Vortrag von Dr. Yvonne Pietsch, Weimar
Am 13. September 1811 kommt es beim Besuch der Weimarer Kunstausstellung zu einem „heftigen und pöbelhaften Streit“ zwischen Goethes Frau Christiane und Bettina von Arnim, geborene Brentano, die sich seit dem 25. August mit ihrem Mann Ludwig Achim von Arnim in Weimar aufhält. Die Situation eskaliert: Unschöne Worte werden in der Öffentlichkeit gewechselt, eine Brille geht zu Bruch. Der Streit hat eine drastische Auswirkung auf die Beziehung zwischen Goethe und Bettina von Arnim.
Der Vortrag spannt den Bogen von diesem Eklat über Bettina von Arnims Versuche einer erneuten Annäherung an Goethe bis hin zu ihren praktizierten Goethe-Vereinnahmungen. Diese kulminierten in ihrem Entwurf eines Goethe-Denkmals, dem „Räthsel meines Daseins“, und der Veröffentlichung von „Goethes Briefwechsel mit einem Kinde“.

20. März 2026 - 13. Dezember 2026
Vor 25 Jahren ernannte die UNESCO Goethes handschriftlichen Nachlass zum Weltdokumentenerbe. Eine aus diesem Anlass präsentierte Ausstellung verdeutlicht Goethes beeindruckende Strategien, um sein Erbe lebendig zu halten.
